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Musik : „Der schönste Henner-Krogh-Preis aller Zeiten“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wow-Effekte, Witz und wunderbare Beiträge: Beim 27. Musik-Förderpreis überzeugten Darsteller und Rahmenprogramm.

von
erstellt am 09.Mär.2015 | 05:11 Uhr

Als nach dem Auftritt von Meret Krasa (18), Lena Baute (19) alias åntatumånta der Applaus im voll besetzen Congress Centrum Sylt aufbrandete, konnte man es schon ahnen: Diese beiden Mädels haben gute Chancen, zu gewinnen. Warum? Weil sie nicht nur musikalisch an Cello und Klavier überzeugten, sondern weil Lena Bautes Version des Klassikers „Fever“ inklusive lässiger Cello-Begleitung für den ersten und vielleicht eindrucksvollsten Wow-Effekt an diesem Abend sorgte. Ein paar Stunden später hatten die beiden nicht nur den ersten Platz des Henner-Krogh–Preises gewonnen – mit ihrer Eigenkomposition „Das dritte Auge des Mondes“ sahnten sie auch den Reinhard-Mey-Sonderpreis ab.

Auf dem zweiten Platz landete die jüngste Teilnehmerin des Abends: Die 15-jährige Christin Dürr sorgte unter anderem mit „Fast Car“ für Gänsehautstimmung. Den dritten Platz eroberten Lennart Krasa und Leon Kraack als Unicycle Girls. Dass sie normalerweise nicht „vor so einer Art von Publikum“ spielen würden, machten die beiden Jungs in ihrer Vorstellung genauso klar wie den Inhalt ihrer Lieder: „Wir stehen auf Einrad-fahrende Mädchen und besingen den weiblichen Orgasmus.“ Das taten sie dann – explizit, punkig und ziemlich gut.

Doch die drei Erstplazierten waren nicht die einzigen, die den 27. Henner-Krogh-Preis zu einem unterhaltsamen und ausgesprochen charmanten Abend machten. Oder, wie es Bürgermeisterin Petra Reiber ausdrückte, zum „schönsten Henner-Krogh-Preis“ überhaupt. Reiber war es auch, die dem Publikum Einblicke in das Leben einer Henner-Krogh-Mutter gab: Ihre Tochter Rabea stand als Solistin und im Acapella-Quartett Nexttrack auf der Bühne und hatte in den Wochen vor dem Preis das heimische Wohnzimmer als Probenraum okkupiert. „Es ist dann als Elternteil unmöglich, die Freizeit zu Hause zu verbringen“, so die Bürgermeisterin.

Weiterhin erinnerte Reiber daran, wie viel Gutes aus dem Erbe des Ehepaars Krogh schon für die Gemeinde entstanden sei: Insgesamt 835  000 Euro konnten für die Förderung von Musik- und Kulturangeboten auf der Insel bisher verwendet werden.

Als Moderatorin stand auch in diesem Jahr Sünje Tiedjen auf der Bühne und führte lakonisch-lustig durch den fast fünf Stunden langen Abend. Für Unterhaltung in den Umbauphasen sorgten professionelle Videoeinspieler mit Grüßen unter anderem von Johannes Oerdings und kleinen Interviews, die Organisator Ron Glauth im Backstagebereich führte. Zu den Highlights gehörte hierbei sicherlich sein Gespräch mit dem diesjährigen Henner-Krogh-Juror und Gittaristen Carl Carlton. Carlton plauderte nicht nur darüber, wie er sämtliche Künstler, mit denen er auf der Bühne steht, vom Geschmack des Friesentees überzeugt, sondern gab jungen Musikern einen ernst gemeinten Tipp: „Macht solche Geschichten mit wie diesen Henner-Preis hier auf Sylt, aber geht auf keinen Fall zu Fernsehsendungen wie The Voice oder DSDS. Wenn ihr wirklich was zu erzählen habt, braucht ihr so was nicht.“

Wer den Henner-Krogh-Preis am Sonnabend verpasst hat, kann eine Aufzeichnung heute ab 20.15 Uhr auf dem Fernsehsender Sylt1 sehen. Sylt 1 stellt die Aufzeichnung ab morgen auch auf ihre Seite www.sylt1.tv. Dort kann zudem über den Publikumspreis abgestimmt werden: Eine Woche lang können Zuschauer entscheiden, wer der sieben Wettbewerbs-Teilnehmer aus ihrer Sicht am besten war. Die Gewinner erhalten eine Video-Produktion. Die Gewinner des Preises treten demnächst im Kursaal Hoch Drei in Wenningstedt auf, åntatumånta wird zudem beim Opening des Meerkabaretts spielen.

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