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Verein Kulturhaus Sylt : „Der Saal ist ein Juwel für Keitum“

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Vertragsunterzeichnung im Rathaus: Gemeinde Sylt und Verein Kulturhaus Sylt verlängern den Pachtvertrag für den Friesensaal. Die Betriebskosten trägt weiterhin die Gemeinde.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Der Keitumer Friesensaal wird auch in den nächsten drei Jahren von dem Verein Kulturhaus Sylt mit Leben erfüllt. Gestern Nachmittag unterschrieben die neue Vorsitzende Birgit Damer und Bürgermeisterin Petra Reiber im Westerländer Rathaus den Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Sylt und dem vor drei Jahren gegründeten Verein. Der hatte den zuvor jahrelang kaum genutzten Saal mit großem Engagement und der finanziellen Unterstützung der Gemeinde vor zwei Jahren nicht nur renoviert und umgestaltet, sondern dort seither ein sehenswertes Kulturprogramm auf die Beine gestellt und den Saal zum sozialen Mittelpunkt des Dorfes gemacht.

Aus Sicht von Bürgermeisterin Petra Reiber und der Politik ein absolutes Erfolgsmodell: „Man muss anerkennen, dass es ein schöner Saal für die Bürger geworden ist, dass dort die Kultur aufgewertet wird und alle Altersgruppen einbezogen werden“, lobte Reiber bei der gestrigen Vertragsunterzeichnung. „Der Saal ist Dank des Vereins zu einem Juwel für Keitum geworden.“ Aus diesem Grund werde die Gemeinde nach der zweijährigen Probephase auch weiterhin die Betriebskosten von rund 40 000 Euro im Jahr sowie größere Instandhaltungsarbeiten übernehmen, die der Verein nicht erwirtschaften kann, wie die zwei Jahre gezeigt hätten. „Man sieht: Wir lassen uns die Ortsteile etwas kosten, wenn es dazu dient, die Gemeinschaft zu fördern“ , betont Petra Reiber mit Blick auf Friesensaal und Muasem Hüs. Der Vertrag läuft zunächst bis Ende 2016, verlängert sich jedoch automatisch, sofern er nicht sechs Monate vor Ablauf gekündigt wird.

Die langfristige Verlässlichkeit und Planungssicherheit, die sich Verein und Gemeinde vom neuen Vertrag versprechen, erhoffen sich die meisten der 113 Mitglieder nach dem zweiten Vorsitzwechsel seit Vereinsgründung im Juli 2011 jetzt auch von der Arbeit des Kulturhaus-Vorstandes. Hinter den Kulissen gab es in den vergangenen Monaten eine kontroverse Diskussion über die künftige Ausrichtung und vor allem organisatorische Struktur des Kulturhauses Sylt. Anlass war unter anderem der enorme ehrenamtliche Aufwand, den der Betrieb des Friesensaals bislang erforderte. Vor allem jene, die in der Vergangenheit einen Großteil des operativen Geschäftes in ihrer Freizeit gestemmt haben, plädierten für eine Satzungsänderung, um künftig zumindest die Möglichkeit zu haben, einen hauptamtlichen Geschäftsführer einzustellen. Dies wurde von der Mitgliederversammlung jedoch abgelehnt.

„Eine feste Stelle erscheint vielen als zu großes Risiko für einen so kleinen Verein“, sagte Schatzmeisterin Astrid Jahnke. Stattdessen werde man nach Bedarf für unterschiedlichste Aufgaben – vor allem bei Fremdvermietung des Saals – Honorarkräfte engagieren.

„Wir haben nicht vor, das bisherige Niveau herunter zu fahren, werden es aber auch nicht steigern, wozu wir bei einer festen Stelle aus finanziellen Gründen gezwungen gewesen wären“, erklärte die Keitumer Goldschmiedin Birgit Damer, die wie berichtet vergangenen Freitag zur Nachfolgerin von Oliver Ewald gewählt wurde. Als Damers Stellvertreter betonte Ewald, dass der Verein nicht alle Veranstaltungen selbst machen müsse, sondern der Saal zu einem Großteil von anderen genutzt werden solle.

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