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TSV Westerland : „Der Neue” an der TSV-Spitze

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Interview mit Hans Wilhelm Hansen, dem neu gewählten Vorsitzenden des Turn- und Sportvereins Westerland e.V.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2017 | 05:11 Uhr

Herr Hansen, Ihr Name ist auf der Insel nicht unbekannt, denn Sie waren über 20 Jahre lang Leiter des Ordnungsamtes Sylt. Nach 45 Jahren im Beamtendienst gingen Sie 2015 in den Ruhestand und haben am 27. April den Posten von Peter Schnittgard als Vereinsvorsitzender vom Turn und Sportverein Westerland übernommen. Wird mit Ihnen nun alles anders und neu beim TSV?

Nein, natürlich nicht (lacht). Und so ganz neu bin ich im Verein eigentlich auch nicht, denn ich war bereits von 1980 bis 2002 im Vorstand tätig. Ich bin zwar ein ganz anderer Typ als mein Vorgänger, aber ich werde nicht viel ändern, denn ich habe sehr großen Respekt vor dem, was Peter in 33 Jahren im Amt geleistet hat und bin voll Bewunderung, Dank und Anerkennung. Vielmehr möchte ich mich bemühen, den Kurs beizubehalten und die aktuellen Vorhaben des Vereins weiterhin durch konstruktive und zielführende Zusammenarbeit aller Beteiligten fortzuführen und zu intensivieren.


Haben Sie dabei schon bestimmte Ziele im Auge?

Ein wesentliches Ziel ist, die hohe Qualität des in sämtlichen Sparten vorhandenen Angebotes durch sehr motivierte und jederzeit auf aktuellem Fortbildungsstand befindliche Übungsleiter und Sportlehrer zu erhalten und dort wo möglich, auch zu verbessern.


Welchen Stellenwert nimmt der Sport Ihrer Meinung nach ein?

Ich halte es für wichtig, immer und immer wieder zu erwähnen, dass Sport die Gesellschaft gestaltet. Sport ist wesentlich mehr als nur die Organisation von Übungs- und Punktspielbetrieb. Werte wie Fair-Play, Toleranz und Teamgeist werden hier gelebt und in die Gesellschaft getragen. Das ist eine Aufgabe, für die ich mich zuständig fühle – so wie alle anderen Sportvereins- und Sportverbandsvorsitzenden wohl auch. Themen, die in unserer Gesellschaft aktuell und präsent sind, wie Migration, Inklusion, Prävention, Gesunderhaltung, Rehabilitation, ehrenamtliches Engagement, Breitensport, Gender, überfachliche Kinder-und Jugendarbeit und Fortbildung werden im Sport ernsthaft und nachhaltig angepackt. Für solche Werte einzustehen, betrachte ich als meine Aufgabe.


Wie viel Zeit und Arbeit müssen Sie denn nun in dieses Ehrenamt investieren?
So viel wie eben nötig. Der Verein verfügt glücklicherweise über eine sehr gut funktionierende moderne Geschäftsstelle, die von Stefan Reimers kompetent geführt wird, und über ebenso kompetente Vorstandsmitglieder, Sparten- und Übungsleitern und über zwei hauptamtliche Sportlehrer. Das alles, unterstützt durch ein gutes Sponsoring, hat meine Entscheidung für das Amt absolut erleichtert.


Gibt es denn bestimmte Projekte, die jetzt aktuell anstehen oder Ihnen am Herzen liegen?
Ja, das nächste Projekt, das wir alle in Angriff nehmen möchten ist das Jugend- und Gästehaus des TSV, das zusammen mit KLM, Politik und Sponsoren auf den Weg gebracht werden muss.

Hat der Sport auch in Ihrem privaten Leben immer eine Rolle gespielt?
Absolut. Ich bin bereits als Kind in den TSV eingetreten, habe aktiv Tennis und Badminton gespielt und bin lange Zeit auch Marathon gelaufen. Das geht heute leider nicht mehr, aber ich fahre noch immer sehr viel Fahrrad und bewege mich einfach gerne an frischer Luft.


Dann ist der wohlverdiente Ruhestand bei Ihnen wohl eher ein „Unruhezustand”?
So schlimm ist es nicht, aber ich mag es, aktiv zu sein. Außerdem reisen meine Frau und ich sehr gerne, zum Beispiel zu unseren Kindern und Enkelkindern. Die Pensionierung hat natürlich Zeitressourcen freigesetzt, die ich nun gut für die Vorstandsarbeit nutzen kann. Und die alten Kontakte sind ja auch noch vorhanden, wäre doch schade, wenn man die nicht nutzen würde.


An welche Kontakte denken Sie da?
An Kontakte, die durch meine berufliche Laufbahn entstanden sind und auch an sportliche Kontakte, die ich in über 20 Jahren im Vorstand des Kreissportverbands Nordfriesland knüpfen konnte. Das ist der Dachverband, zu dem auch der TSV Westerland gehört. Er besteht aus über 200 Vereinen mit rund 54  000 Mitgliedern, da lernt man schon so manchen Menschen kennen, der einem weiter helfen kann (schmunzelt).


Wenn Sie nun Ihre Vorstandsarbeit aufnehmen, was ist Ihnen am Wichtigsten?

Ich bin ein harmoniesüchtiger Mensch und würde mir wünschen, dass in den Jahren meiner Amtszeit alles harmonisch abläuft. So wie ich mich auf ein gute, vertrauensvolle und homogene Zusammenarbeiten mit allen Beteiligten im TSV Westerland freue, so freue ich mich ebenso auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kreissportverband Nordfriesland und all jenen, die den Sportverein in seinen Ideen, Planungen, Vorhaben und Projekten unterstützen.


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