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Sylter Rundschau

24. Oktober 2017 | 02:48 Uhr

Der Maler Johannes Hänsch

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 11:50 Uhr

Am 24. Juni 1875 wurde Johannes Hänsch als Sohn des Bildhauers Adolf Hänsch und seiner Frau Johanna (geb. Lehmann) in Berlin geboren. Da sein Vater als Bildhauer tätig war, kam Hänsch schon früh mit der Kunst in Kontakt. Im Atelier seines Vaters genoss er dann auch seine erste künstlerische Ausbildung. Als er diese abgeschlossen hatte, qualifizierte er sich in Bildhauerateliers sowie in der städtischen Fortbildungsschule weiter.
Am 11. Dezember 1897 erhielt er an der „Königlich akademischen Hochschule für die Bildenden Künste“ in Berlin einen Studienplatz. Von nun an war er Student, bei den bekannten Landschaftsmalern Eugen Bracht, Friedrich Kallmorgen und Paul Vorgang.

Hänsch holte sich schnell die Anerkennung seiner Lehrer. Anton von Werner, bedeutender Maler und Direktor der Berliner Akademie, erkannte Hänschs Leistungen und erwähnte diese in mehreren Reden. Allerdings war von Werner kein Sympathisant des Impressionismus beziehungsweise der Moderne, was in Berlin um 1900 zu einigen Unruhen im Kunstbetrieb führte. Inmitten dieser Entwicklung wurde Hänsch ausgebildet und suchte in der Malerei seinen eigenen Weg.
Dieser führte in die Berliner Peripherie, das Erzgebirge oder an Ost- und Nordsee. Gemeinsam mit Studienfreunden und seinen Professoren unternahm er mehrfach Reisen.

Hänsch war als Junggeselle ohne Familie unabhängig. Er hatte eine Haushälterin Marie Walter, die seine Alleinerbin wurde und die sich um alle Angelegenheiten seines Haushalts und um sein Atelier in Berlin in der Reichenbergerstraße 148 kümmerte. Das waren für Hänsch ideale Voraussetzungen um jederzeit auch in entfernte Gegenden Deutschlands zu reisen - so auch nach Sylt. 

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