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Der Maler Günther Petersen ist verstorben

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

von
erstellt am 13.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Im hohen Alter von 94 Alter ist mit Günther Petersen einer der bedeutendsten Maler der Sylter Gegenwart verstorben.

In Westerland gebürtig, absolvierte Petersen zunächst eine Lehre als Dekorationsmaler und wurde dann von der Wehrmacht einberufen. Nach dem Krieg förderten bekannte Sylter Maler wie Hugo Köcke sein zeichnerisches Talent, bevor Petersen von 1952 bis 1956 an der Düsseldorfer Kunsthochschule studierte.

Wieder auf seine Heimatinsel zurück gekehrt, lebte Petersen hier ab 1957 als freischaffender Künstler, dessen Werke sich heute in Museen, Verwaltungen und Privatsammlungen befinden. Das Werk des Künstlers unterlag dabei einem ständigen Wandel: Detailgetreue Bleistiftskizzen wichen Landschaftsgemälden in allen Maltechniken, abstrakten Kompositionen sowie Radierungen und Porträts.

Gegenüber Elke Harms, Ehrenvorsitzende des Vereins der Sylter Kunstfreunde und viele Jahre lang mit Petersen befreundet, erklärte er: „Um nicht ein Opfer der Routine zu werden, gehört auch das Experiment zu meinem Arbeitsfeld. So habe ich, wenn ich glaubte, ein Ziel erreicht zu haben, immer ein neues angesteuert.“ Als „selbstbewussten, lebhaften Menschen“ hat Elke Harms den Verstorbenen in Erinnerung. Seine letzten Lebensjahre verlebte Günther Petersen in Kiel, weil ihm die Entwicklung der Insel nachhaltig missfiel. In Kiel wird der Maler auch seine letzte Ruhestätte finden.

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