Der letzte seiner Art

Zur Entscheidung über den Lister BOS-Mast

shz.de von
07. August 2013, 03:59 Uhr

Eine Fraktion befürchtet schädliche Strahlung in Wohnnähe, die andere warnt vor touristischen Einbußen und einem ungehörigen Eingriff in die Lister Dünenlandschaft. Das Spannungsfeld um den geplanten BOS-Funkmast pulsiert bereits jetzt so stark, als wäre er bereits auf Sendung.

Es ist allerdings fraglich, ob ein weiterer Aufschub des Baus die Standortfrage im Sinne der Interessengemeinschaft lösen wird. Auch wenn der BOS-Funk bereits in der Probephase abgebrochen wurde - früher oder später wird der Behördenfunk dauerhaft auf Sendung gehen. Denn bevor 160 Funktürme im Norden wieder demontiert werden, investieren die beteiligten Bundesländer eher noch zusätzliche Euros, als das kostenintensive Projekt dauerhaft auf Eis zu legen. Und weil der digitale Funk kommen wird, wird sich der Konflikt um den Lister Standort auch nicht durch Klage gegen die verordnete "Eile" des Innenministeriums grundsätzlich beeinflussen lassen.

Am Ende des Tages bleibt die Frage auf dem Tisch, ob der Mast in bebauten Ortsteilen oder besser im Naturschutzgebiet stehen soll. Auf Dauer wird sich ein Argument behaupten: das der verbesserten Sicherheit für den Bürger in Not. Es spricht klar für den Bau des letzten noch ausstehenden BOS-Mastes in Schleswig-Holstein.

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