Standpunkt : Der Bürger gewinnt die Wahl

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26. Mai 2008, 09:49 Uhr

In einem dürften sich die Bürger (Wähler wie auch Nicht-Wähler) und Politiker heute wohl vollkommen einig sein: Endlich sind Wahlen und Bürgerentscheid vorbei und klare Entscheidungen getroffen worden. Entscheidungen, die vor allem eines zeigen: Gegen den erklärten Willen und eine transparente Beteiligung der Bürger sollte man selbst mit komfortablen Mehrheiten besser keine politischen Entscheidungen treffen. Besonders nicht, wenn es um Großprojekte wie neue Kurhäuser und Thermen mit Investoren-Beteiligung geht. Der erdrutschartige Sieg der Aktiven Bürger in Wenningstedt und der klare Erfolg der Sylter Wählergemeinschaft in Sylt-Ost zeigen dies mehr als deutlich.

Während die Mannen um Christoph Schmatloch vom Wähler eindeutig für das katastrophale Planungs- und Krisenmanagement in Sachen Therme & Co. sowie den Misserfolg der Fusionsverhandlungen abgestraft wurden, fällt die Bestrafung der Westerländer CDU wesentlich subtiler aus. Ihnen hat der Wähler nämlich genau den Auftrag erteilt, den die Christdemokraten mit aller Macht zu verhindern versucht haben: die Umsetzung der Teilfusion mit Sylt-Ost. Wobei der Wähler klug genug war, der CDU diesmal ein paar Aufpasser an die Seite zu stellen. Sollten sich SPD, SWG, SSW und Grüne einig sein, wird es bis zum Jahresende auch mit dem Fusionsvertrag klappen.

Die größten Gewinner des gestrigen Sonntages sind also die Bürger - egal ob sie für Sylt als Einheit, für ihren Ort aktiv oder einfach nur froh sind, dass auch auf Sylt Veränderungen nicht nur nötig, sondern auch möglich sind.

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