Schutzstation Wattenmeer : Den Cranberrys soll es auf Sylt an den Kragen gehen

Bei der Aktion der Schutzstation gesammelte Cranberries.
Bei der Aktion der Schutzstation gesammelte Cranberries.

Mit der Hilfe von Freiwilligen soll die Beere von Sylt verschwinden, da sie seltene Pflanzen verdrängt.

shz.de von
27. Oktober 2017, 07:54 Uhr

Sylt | Die Naturschutzgesellschaft „Schutzstation Wattenmeer“ hat zu einem Mitmach-Projekt eingeladen, um die Pflanzen dauerhaft von der Nordseeinsel zu entfernen. Seit einigen Jahren verbreiteten sie sich in nördlich von Hörnum gelegenen Schutzgebieten und überwucherten die vorhandene Bodenvegetation, klagen Naturschützer. In den Dünentälern verdrängten sie seltene Pflanzen wie den Sonnentau oder die heimische Moosbeere.

Die in Norddeutschland als Kranbeere (Vaccinium macrocarpon) bekannte Pflanze stammt ursprünglich aus Hochmoorgebieten Nordamerikas. Das Heidekrautgewächs breitet sich kriechend bis zu einem Meter pro Jahr aus. Dabei bildet es einen zusammenhängenden Pflanzenteppich, bei dem Einzelpflanzen nicht erkennbar sind.

Die Schutzstation Wattenmeer begann 2015 mit Genehmigung des Kreises Nordfriesland ein Pilotprojekt, um mit Hilfe von Freiwilligen die Pflanzen zu entfernen. „Wenn die Aktion erfolgreich ist, entwickeln sich aus den im Boden liegenden Samen im nächsten Frühjahr wieder Mittlerer Sonnentau oder Zwergbinsen“, sagte der Sylter Stationsleiter Dennis Schaper.

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