zur Navigation springen
Sylter Rundschau

17. Oktober 2017 | 15:37 Uhr

Das war’s – zu Wasser und an Land

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das nenne ich ausgleichende Gerechtigkeit. Das Wetter zum Surfcup 2013 war ein Mischmasch aus besucherfreundlichem Wetter mit strahlendem Sonnenschein, knallblauem Himmel und frisurenfreundlichem Wind auf der einen, und sportlerfreundlichen Bedingungen mit der ersehnten Brise auf der anderen Seite. Okay, windtechnisch wäre noch mehr drin gewesen. Aber auch eine Jubiläumsveranstaltung ist nun mal kein Wunschkonzert.

Zumindest das ein oder andere „Manöver“ konnte bewundert werden, und zwar nicht nur auf der Nordsee. Auf der Besuchermeile zum ersten Mal dabei: die Bundeswehr. Während auf dem Wasser fleißig gehalst wurde, haben die Soldaten an Land fleißig rekrutiert: Bundeswehrnachwuchs. Die Männer (selbstverständlich in original Berufskleidung) waren so dermaßen nett, dass ich drauf und dran war, im Alter von über 40 Jahren noch mal auf Soldatin auf Zeit umzuschulen. Ein paar Stände weiter wurde übrigens ebenfalls rekrutiert, und zwar Kinder für den Surfsimulator. Da ist Gleichgewicht gefragt. Demnach ausgeschlossen für uns Erwachsene, die wir in den meisten Fällen nicht nur leckere Thainudeln, sondern oft auch schon den ein oder anderen Pinot Grigio von Gosch im Magen hatten.

Der modische Hingucker war dieses Jahr eindeutig der sogenannte Jumpsuit, ein einteiliger Jogginganzug, der momentan noch überwiegend von Surfern (ist halt praktisch und wärmt gut) und Kindern getragen wird. Sollte dieser Trend den Mützentrend des vergangenen Jahres (dieses Jahr gab’s am „Strip“ nahezu keinen Besucher ohne bunte Mütze mehr) ablösen, kündige ich hiermit schon mal an, dass ich aus der Geschichte raus bin.

Meine Sport-Stars des diesjährigen Surfcups heißen Gunnar Asmussen (er hat tatsächlich in einem Rennen Björn Dunkerbeck geschlagen), Bernd Flessner (er hat auf diesem Cup seine wahnsinnige Karriere beendet) und natürlich Philip Köster. Da die Surfer aber stetig Siegerehrungen erleben dürfen, möchte ich hier und jetzt mal die Surfcup-Teilnehmer küren, die ebenfalls Jahr für Jahr dabei sind, aber für gewöhnlich nicht auf dem Siegertreppchen am Brandenburger Strand zu sehen sind. Hier sind meine „Promenaden-Stars“.

Den 3. Platz auf dem Treppchen vergebe ich hiermit an die drei stets lustigen Männer mit ihren „Karlsson vom Dach Propeller-Mützen“ vom Schwenkgrill unterhalb des Sunset Beach. Sie haben auch in diesem Jahr nicht nur Bratwürste verkauft, sondern dazu mal wieder ein phänomenales Ganztags-Unterhaltungsprogramm geliefert. „Snackpakete für die nächste Wattwanderung!! Nur hier bei uns!“ oder „Was starrt ihr so auf’s Wasser? Da ist Flaute. Hier bei uns geht’s um die Wurst“, um nur zwei ihrer verkaufsfördernden Sprüche zu zitieren.

Die Silbermedaille geht ins Partyzelt, und zwar an alle Tresenkräfte, die uns Gäste zehn Tage lang bei den immer wieder gleichen Schlagern (die wir völlig talentfrei allabendlich mitgesungen haben) und einer schier unglaublich stickigen Luft mit (Tiefst!-)Temperaturen um die 30 Grad fröhlich bedient haben. Bei ihnen gab es zum eisgekühlten Getränk einen Garantiepegel an Stimmung. Stammgäste bekamen inzwischen hier und da sogar als Gag ein „Reserviert“-Schild auf den Tresen geklebt. Lustige Idee!

Die Goldmedaille möchte ich allen „stillen“ Servicekräften überreichen. Das sind die fleißigen Helfer, die man quasi nie gesehen hat: Die Müllsammler, die morgens, wenn alle noch in den Betten lagen, dafür gesorgt haben, dass auf der Meile keine Servietten und Pappbecher mehr herumfliegen. Und natürlich die Toillettenkräfte, die für Ordnung in den Klowagen gesorgt haben. Ein dickes Danke auch den Getränke- und Essensanlieferern, den Auf- und Abbauern, und, und, und. Ohne sie alle wäre der Cup heute nicht das, was er ist.

Morgen heißt es wieder Abschied nehmen. Abschied von den Spitzensportlern, Abschied von den vielen Flaggen, die am Strand wehen, Abschied von den neuen und alten Freunden, Abschied vom Partyzelt und Abschied vom Jubiläum. Ach, schön war´s.

Nur noch 356 Tage....

Jeden Sonnabend beschreibt Miriam Köthe exklusiv für die Sylter Rundschau, was ihr auf Sylt so auffällt und gefällt. Die Kieler Journalistin besucht mit ihrem Mann, dem R.SH-Morningman Carsten Köthe, in jeder freien Minute die Insel.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen