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Wahlkampf in der Gemeinde Sylt : Das Wagner-Programm

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Halle 28 bleibt, eine Funsporthalle kommt: Der Aachener Bürgermeisterkandidat Robert Wagner stellt Auszüge seines Wahlprogramms vor.

Nach dem diesjährigen Pfingstwochenende hat sich der Aachener Robert Wagner dazu entschieden, als Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde Sylt ins Rennen zu gehen. Nun hat sich der regelmäßige Inselurlauber in den vergangenen Monaten über die Sylter und ihre Bedürfnisse schlau gemacht, und stellte gestern bei einem Pressegespräch zwar nicht sein Wahlkampfprogramm, aber zumindest einige Themen vor, die für den Beamten bei der Bundeswehr auf Sylt von Bedeutung sind.

Erst einmal allerdings äußerte sich der 36-Jährige zu seiner just zum Monatsanfang beendeten FDP-Mitgliedschaft – für die Partei war er auch in der Düsseldorfer Kommunalpolitik aktiv. Nun aber habe er in vielen Gesprächen mit Bürgern der Gemeinde Sylt erfahren, dass ein parteiloser Kandidat gewünscht sei: „Da habe ich mich dem Bürgerwillen gebeugt.“ Generell sehe er seine Parteimitgliedschaft als wichtiges Rüstzeug, um als Bürgermeister bestehen zu können: „Ich weiß, wie Parteien und Fraktionen agieren und taktieren.“ Mit dieser Erfahrung hätten er und Gabriele Pauli den anderen Kandidaten etwas voraus.

Auch aufgegeben hat der ledige Hobbyreiter und Hundebesitzer in diesem Sommer seine nebenberufliche Tätigkeit als Immobilienmakler. Ihm sei bewusst, dass dieser Berufsstand gerade auf der Insel nicht das höchste Ansehen genieße. Doch auch diese Erfahrung könne ihm als Bürgermeister nur hilfreich sein: „Es ist auf Sylt von Vorteil, wenn man sich in dieser Branche auskennt. Ich schäme mich dafür nicht“, sagt Wagner. Und: „Wer sich nicht bewegt, eckt auch nicht an.“

Bei den Themen, mit denen er sich als Bürgermeister intensiv auseinandersetzen möchte, setzt Wagner weit gestreute Schwerpunkte: Unter anderem sei ihm aufgefallen, wie häufig unvorhergesehene Ausgaben bei den Bauprojekten der Gemeinde auftauchen und wie viel Geld in den vergangenen Monaten für die Feuerwache, für Brücken- oder Straßenbau ausgegeben worden sei. Gerade im Inselbauamt würde er auf umsichtigeres Handeln und genaueres Planen achten. Dort könne zudem die Art der Auftragsvergabe verbessert werden. „Die Verwaltung braucht eine sehr gute Dienst- und Fachaufsicht – dazu sehe ich mich in der Lage.“ Ohnehin sieht Wagner seine Stärke auch im Leiten der Verwaltung und in seiner Bürgernähe: Sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, plane er eine regelmäßige Bürgersprechstunde.

Leise Kritik lässt er übrigens nicht nur am Bauamt aufkommen: Auch das Ordnungsamt könne stärker auf die Bedürfnisse der ansässigen Gastronomen eingehen, findet Wagner. Beispielsweise in Sachen Außenbestuhlung könnte man dort kulanter sein – „wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Schließlich ist die Gewerbesteuer wichtig für uns“.

Verbessern möchte Wagner das Verhältnis der Gemeinde Sylt zu den anderen Inselgemeinden. Generell sei er auch für eine komplette Inselfusion, allerdings noch nicht in den kommenden sechs Jahren: „Wir müssen erst dafür sorgen, dass unsere Fusion in den Herzen der Menschen ankommt, dass ein Wir-Gefühl in der Gemeinde Sylt entsteht.“

Um den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Orten der Gemeinde Sylt zu verbessern, hält Wagner es zudem für unumgänglich, dass sich beim gemeindlichen Wohnungsbau nicht nur auf Westerland fokussiert würde. Wobei er generell nicht findet, dass der Wohnungsbau auf gemeindeeigenen Grundstücken unbedingt von der Gemeinde betrieben werden müsste, er könnte sich beispielsweise eine Kooperation mit den Sylter Unternehmern vorstellen.

Auf dem Fliegerhorstgelände möchte Wagner aus der Sporthalle eine Funsporthalle machen; die Halle 28 will er für den Katastrophenschutz behalten.

Sein komplettes Wahlkampfprogramm möchte der Aachener Ende Oktober vorstellen. Und was sollte seiner Meinung nach bei der Wahl geschehen? „Ich wünsche mir eine Stichwahl zwischen mir und Frau Dr. Pauli. Dann gewinne ich.“

 

 

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erstellt am 11.Okt.2014 | 05:53 Uhr

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