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Viele Projekte, viele Herausforderungen : Das steht 2016 an auf Sylt

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Im kommenden Jahr steht auf der Insel viel an: Neuordnung der Verwaltung, mehr Dauerwohnraum für Sylter und Bürgerbegehren zum Erhalt der Halle 28 sind nur einige der Themen.

Das in der heutigen Silvesternacht zu Ende gehende Jahr 2015 brachte zahlreiche Veränderungen und Entscheidungen mit sich, die sich allerdings erst im Laufe des neuen Jahres auf das Alltagsleben der Sylter, aber auch auf die Urlaubszeiten der Gäste auswirken werden. Die Sylter Rundschau hat einige der wichtigen Fakten und Termine zusammengestellt.

Reform der Inselverwaltung

Kurz vor Jahresschluss hat Nikolas Häckel, seit Mai neu gewählter Bürgermeister der Gemeinde Sylt, sein erstes großes Projekt auf den Weg gebracht: die Reform der Inselverwaltung. Zwar stimmte auf der letzten Sitzung im alten Jahr über die Hälfte der Gemeindevertreter dagegen, die für eine Ablehnung erforderliche Zweidrittelmehrheit kam jedoch nicht zustande. Damit kann Häckel die Verwaltung von bisher sieben auf vier Ämter reduzieren und die Zuständigkeiten neu ordnen. Dazu gehören auch die von vielen Sylter Politikern und Unternehmern kritisierte Zusammenlegung des Umweltamts und des Bauamts sowie die Ausgliederung des Ressorts Ortsentwicklung, das künftig direkt dem Bürgermeister unterstellt ist.

„Ab Januar werden wir Schritt für Schritt sämtliche bisherigen Abteilungen durchgehen und sie so neu aufstellen wie im Organigramm vorgesehen“, sagte Nikolas Häckel auf Anfrage unserer Zeitung. Dieser Reformprozess soll bis Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein – und erst dann würden auch die Entscheidungen zur Besetzung der neuen Amtsleiterposten getroffen. „Selbstverständlich unter Einbeziehung des Personalrates“, wie der Bürgermeister betonte.

Mehr Wohnungen für Sylter

Die Wohnungsnot auf Sylt war eines der wichtigsten Themen im Jahr 2015. Um neuen Dauerwohnraum zu schaffen und damit den Wegzug von immer mehr Insulanern zu stoppen, haben alle Sylter Gemeinden Bauprojekte auf den Weg gebracht, in die teilweise bereits im Laufe des kommenden Jahres die ersten Mieter einziehen können. Dazu gehören zum Beispiel die 40 Genossenschaftswohnungen auf dem Bastianplatz, die nach einiger Verzögerung jetzt ab Januar 2016 bezugsfertig sein werden. Weitere 60 Wohnungen des Kommunalen Liegenschafts-Managements (KLM) gleich nebenan sollen im September übergeben werden. Bereits von Mai bis Juli sollen Mieter in knapp 70 KLM-Wohnungen in der Friesischen und der Apenrader Straße sowie im Hoyerweg ihr neues Zuhause beziehen können.

Konkrete Wohnungsbauvorhaben gibt es aber auch in den anderen Inselgemeinden: Im ehemaligen Kampener Kindergarten entstehen zwölf Dauerwohnungen, für das Wohnungsbauprojekt Osterweg in Wenningstedt mit knapp 60 Wohnungen fällt Mitte des Jahres der Startschuss. Hörnum hat noch 2015 die Wohnbebauung an der Rantumer Straße beschlossen und die Gemeinde List verhandelt mit Hochdruck an der Schaffung von Dauerwohnraum auf dem Areal der ehemaligen Marineversorgungsschule.

Abreißen – ja oder nein?

Nicht nur Neubauten, sondern auch Abrisse sind auf der Insel ein Dauerbrennerthema – jedoch mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Alle sind sich einig, dass die Ruine der Keitum-Therme endlich abgerissen werden muss. Dazu wollte die ehemalige Bürgermeisterin Petra Reiber kurz vor ihren Amtsende einen „Deal“ mit Bauunternehmer Kurt Zech aushandeln, der jedoch von der Politik abgelehnt wurde. Nun verhandelt ihr Nachfolger: „Bereits Anfang des neuen Jahres gibt es weitere konkrete Gespräche“, sagt Nikolas Häckel. Doch der Bürgermeister steht unter Druck, denn bis 30. Juni 2016 muss ein Ergebnis vorliegen. Falls nicht, soll die Ruine von der Gemeinde auf eigene Kosten abgerissen werden – so haben es die Gemeindevertreter beschlossen.

Abrisse verhindert werden sollen dagegen auf dem ehemaligen Marinefliegerhorst. In der ersten Januarwoche will Lars Schmidt sein Bürgerbegehren zum Erhalt der Hallen 25 und 28 auf den Weg bringen. Unterstützt wird der Gemeindevertreter dabei in Teilen von der CDU und dem Verein Sylter Unternehmer, die sich vor allem für einen Erhalt der Halle 28 für den Katastrophenschutz einsetzen.

Viel Neues auf den Bahngleisen

Die Entscheidungen fielen noch in diesem Jahr, umgesetzt werden sie 2016. Ab Februar werden zwei Unternehmen mit Autozügen von und nach Sylt fahren: die Deutsche Bahn und Konkurrent RDC. Noch allerdings gibt es „logistische Konflikte“, die im Januar durch Gespräche bei der Bundesnetzagentur gelöst werden sollen. Abschiednehmen heißt es dagegen ab Dezember 2016 von der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Nach zehn Jahren wird die Strecke Hamburg-Westerland von der Bahn-Tochter „DB Regio“ übernommen, die zwischen den Oster- und Herbstferien teilweise Sprinterzüge mit kürzerer Fahrzeit einsetzen will.

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erstellt am 30.Dez.2015 | 17:58 Uhr

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