Das Rettungskonzept

Was hinter der Großübung auf dem Damm steckt

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02. September 2013, 00:33 Uhr

Zu ein bis zwei Einsätzen würden die Rettungskräfte des Kreises pro Jahr auf den Hindenburgdamm gerufen, sagt Übungsleiter Christian Wehr vom Kreis Nordfriesland. So ein Großeinsatz, wie bei der Übung am Wochenende simuliert, war glücklicherweise noch nie dabei. Damit im Falle eines Falles klar ist, was zu tun ist, wurde das Rettungskonzept Hindenburgdamm überarbeitet. Initiiert wurden dies bereits 2009 von Wehr als Fachdienstleiter für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst im Kreis Nordfriesland. Das ursprüngliche Konzept war damals schon Jahrzehnte alt.

2011 wurden die Neuerungen vorgestellt: Unter anderem müssen nun die Sylter Wehren beim Ernstfall zuerst auf den Damm, Verstärkung vom Festland kann dann gegebenenfalls hinzu gerufen werden: „Bisher sollten die Wehren alarmiert werden, die dichter am Unglücksort dran waren“, erklärt Wehr. Das konnte allerdings dazu führen, dass sich auf dem schmalen Damm die entgegenkommenden Einsatzwagen gegenseitig blockierten.

Sollte der Fahrstreifen auf dem Damm beispielsweise wegen einer Sturmflut oder starkem Schneefall nicht befahrbar sein, sollen Rettungsfahrzeuge nun auch per Autozug an den Unfallort gefahren werden. Einen höheren Stellenwert hat im neuen Konzept auch der in der Großübung erprobte Rettungszug, mit dem Verletzte schnell versorgt und vom Damm geholt werden können.

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