zur Navigation springen
Sylter Rundschau

23. November 2017 | 18:00 Uhr

Sylter Ostern : Das Oster-Wochenende auf Sylt

vom

Eierlauf, Eiersuche und Eierwerfen - Syltern und Gästen sollte am Wochenende nicht langweilig werden.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Sportlicher Auftakt für ein Ausnahme-Wochenende  mit schönstem Wetter und zugleich eine Premiere: bereits zu früher Stunde  trafen sich am Karsamstag über einhundert Feriengäste und Insulaner vor der Sturmhaube in Kampen zum 1. Oster-Spaß-Lauf. Die Veranstalter vom  Kampener Unternehmerverein und SC Norddörfer waren ebenso überwältigt von der Resonanz wie vom Einfallsreichtum so mancher Teilnehmer, die mit Häschenohren oder Bugs Bunny-Shirts auf die fünf Kilometer lange Strecke starteten. Nicht zu toppen allerdings war die originelle Verkleidung der Mitorganisatorin Bettina Jensen von Jens’ns Tafelfreuden, die als „Oster-Henne“ rote Luftballonherzen an alle Teilnehmer verteilte. Vorbei am Quermarkenfeuer ging es an der Wattseite entlang bis zum Kaamp-Hüs. Dort gab es für jeden eine Urkunde und zum Abschluss stiegen dann die Ballons in den Sylter Sommerhimmel hinauf.

 

Genauso ungeduldig in den Startlöchern wie  die Sportler am Roten Kliff standen am Ostersonntag viele Kinder vor den Toren des Sylter Tierheims. Zwischen   den Gehegen und auf den Wiesen an der Tinnumer Landstraße waren 250 Ü-Eier mit Symbolzetteln versteckt, die gefunden und am Glücksrad in Gewinne eingetauscht werden konnten, die  Getränke-Ipsen, Budni und viele Sylter privat gespendet hatten.

 

Ein Spektakel mit gefühlt neuem Besucherrekord war der traditionelle Ostereierlauf am Sonntagnachmittag im Kampener Strönwai. Auf ein Kind kamen zirka fünf bis zehn Erwachsene: Eltern, Großmütter und -väter, Onkel, Tanten und hunderte Zaungäste in den Restaurants der Whiskeymeile beobachteten voller Spannung, wie  die Kleinen sich bemühten, hartgekochte Eier auf einem Löffel balancierend heil ins Ziel zu bringen. Dort erhielten sie von als Riesenhasen oder Großküken verkleideten Gastronomen und Hoteliers wie Ineke Scheppler, Detlef Tappe und Pius Regli große Tüten mit süßen Osterüberraschungen.

 

Bis ganz hoch in den Norden nach List kam Meister Lampe  natürlich auch gehoppelt – und versteckte am Ostermontag rund um das Erlebniszentrum Naturgewalten 400 bunte Eier für kleine  und große Kinder. Die waren  aus Plastik und konnten beim Naturgewalten-Team gegen Schokolade und einen kuscheligen Plüsch-Schweinswal eingetauscht werden. Wer das Glück hatte, eines der gut versteckten silbernen oder goldenen Eier zu entdecken, durfte sogar in die große Präsent-Tüte greifen und sich ein Gesellschaftsspiel zum Thema Meer aussuchen.

 

Viele erwachsene Ostergäste und diejenigen Sylter, die trotz des Touristenansturms Zeit dafür hatten, nutzten das lange freie Wochenende für die zahlreichen kulturellen Angebote. Im Kampener Haus Meeresruh beispielsweise begrüßte Galerist Rainer Herold zusammen mit Ehefrau Karin und Tochter Katharina die Gäste seiner Vernissage zur bereits 17. Saisoneröffnung auf Sylt. Unter den neuen Exponaten befinden sich so faszinierende Werke wie die Skulptur „Torso“ von Eugenie Bongs-Beer, das Aquarell „Laternenumzug“ von Hugo Köcke oder Max Liebermanns Federzeichnung „Mädchen beim Zeichnen“. Für die österliche Stimmung zuständig war Bernd Mesecke, ein Kunstsammler und „Freund des Hauses Herold“, der als Gastgeschenk einen Korb voller Eier in zart-impressionistischen Pastelltönen  mitgebracht hatte.

 

Zwar „ganz absichtlich“ kein einziges dieser bunten Eier, dafür eine gelungene Mischung aus bildender Kunst und Musik  präsentierte der Maler Peter Klint zur Eröffnung seiner Ausstellung „Kunstgäste 15“. Besonders überraschte den Tinnumer Gastgeber diesmal Malerin Annelies Blaam: denn die Niederländerin hatte ein Motiv im Gepäck, das hinsichtlich Farbe und Komposition erstaunlich einem Werk Klints gleicht.

 

Für die musikalische Akzente der Vernissage im Ringweg sorgten die Sylter Nachwuchsband Smear Jam Bread mit semi-akustischem Grunge-Rock und der schwedische Singer/Songwriter Martin Bengtsson.

Wiederbelebt wurde zu Ostern 2014 auch endlich die Tradition des beliebten Keitumer Jazzfrühschoppens: das Trio Oscars Delight brachte am Sonntag den Friesensaal mit Traditionals zum Swingen – fast einhundert Besucher genossen einen jazzig-entspannten Vormittag.

Einfach nur mal die Seele baumeln lassen, so lautete auch das Motto vieler Kurzurlauber, die zum Osterfeuer an die Buhne 16 gekommen waren. Bei Loungemusik und einem Glas kühlen Rosé genossen sie Sonne, Strand und Seeluft genießen – und für einige Stunden war es fast schon wie im Sommer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen