Das misslungene Grünkohl-Essen

Mit dem Grünkohl auf friesische Art hatte Doris Claßen zunächst ihre Schwierigkeiten.
Mit dem Grünkohl auf friesische Art hatte Doris Claßen zunächst ihre Schwierigkeiten.

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19. Februar 2014, 11:09 Uhr

Doris Claßen, Hörnum: „Die Tradition Biike mit anschließendem Grünkohlschmaus war mir als Syltneuling fremd. Grünkohl, in meiner Heimat Hessen auch Braunkohl genannt, wurde nach hessischem Rezept ganz schlicht zubereitet. Nach dem Garen wurde er durch den Fleischwolf gedreht, das Ergebnis war ähnlich wie Spinat (andere Bundesländer, andere Sitten). Genauso bereitete ich das erste Mal den Grünkohl zur Sylter Biike zu. Meine Familie und Nachbarn, die ich eingeladen hatte, staunten nicht schlecht über diese neue Variation der Zubereitung. Da der Grünkohl geschmacklich und optisch nicht ins Schwarze traf, blieb ein gehöriger Rest übrig, den ich am nächsten Tag nach einem Rezept unserer friesischen Großmutter zu einer Grünkohlsuppe verarbeitete. Meine Nachbarn gaben mir noch eine zweite Chance und waren hellauf begeistert. Heute, nach 45 Jahren Grünkohlerfahrung, kann ich darüber nur noch schmunzeln.“

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