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Sylter Rundschau

14. Dezember 2017 | 20:25 Uhr

Das Kleine Einmaleins

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zur Diskussion über die Grundschulen auf Sylt

von
erstellt am 14.Feb.2014 | 10:05 Uhr

Es gibt Wahrheiten, die zwar niemand hören will, die sich aber trotzdem nicht ignorieren lassen. Dass Sylt zu viele Grundschulen für zu wenige Schüler hat, ist eine davon. Dabei reicht das Kleine Einmaleins, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass 22 Schüler nicht ausreichen, um eine Grundschul-Außenstelle zu erhalten, und es mit 15 Lehrerstunden pro Woche selbst jahrgangsübergreifend schwer ist, die Klassenstufen eins bis vier zu unterrichten. Die Schließung war also nur eine Frage der Zeit. Zumal die Fakten seit Jahren auf dem Tisch lagen.

Daher ist es auch weniger recht, als ausgesprochen billig, über die Schulrätin herzufallen, die diese Entscheidung zu verkünden und zu vertreten hatte. Überrascht haben dürfte die Entscheidung eigentlich niemanden. Zumal sie richtig, wenn auch für jedes betroffene Kind und dessen Eltern leidvoll ist. Und sie ist die Folge einer Entwicklung, an der das Schulamt keine Schuld trifft.

Dass nach List und Hörnum nun auch der dritte Insel-Zipfel seine Grundschule verliert, hat einzig und allein mit dem Rückgang der Schülerzahlen zu tun. Ein Rückgang, der lange bekannt ist und gegen den die politisch Verantwortlichen der Insel bislang nichts unternommen haben, außer die Konkurrenz der Schulen untereinander zu fördern. Neue familiengerechte Wohnungen im Norden, Süden und Osten der Insel? Bis heute Fehlanzeige. Eine Zusammenarbeit aller Grundschulen mit vernünftiger Standortwahl und angemessener Lehrerverteilung? Oft gefordert, nie auf den Weg gebracht. Stattdessen Appelle, Forderungen, Vorwürfe und politische Animositäten.

Wie wäre es, wenn man einfach mal jene, die tagtäglich beweisen, dass es ihnen wirklich um die Schüler geht, in einen Klassenraum setzt, um die Sylter Schullandschaft für die nächsten 20 Jahre zu gestalten? Die Chancen stehen gut, dass die Grundschullehrer der Insel den Politikern und Eltern eine Lösung präsentieren.

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