zur Navigation springen
Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 06:49 Uhr

Das Haus als Teil der Natur

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die SR stellt Entwürfe für moderne Sylter Wohngebäude vor – letzter Teil

von
erstellt am 18.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Es sind Entwürfe, die Denkanstöße geben wollen und einen neuen Blick auf Sylter Architektur eröffnen möchten. In einer sechsteiligen Serie stellt die Sylter Rundschau ausgewählte Konzepte von Architekten vor, die sich an einem Kampener Architekturwettbewerb beteiligt haben. Immobilienmakler Ralph Justus Maus hatte anlässlich des 100. Geburtstages der Kampener Ortsgestaltungssatzung zu dem Wettstreit aufgerufen.

Der Entwurf des Büros Steindorff Architekten aus Westerland sieht ein Einfamilien-Wohnhaus auf einem 1 500 Quadratmeter großen Grundstück vor. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt 120 Quadratmeter. Das Gebäude ist unterkellert und mit einem Reetdach eingedeckt. Um das Gebäude nicht offensichtlich in die Natur eingreifen zu lassen, hebt sich das Kellergeschoss circa 50 Zentimeter über die vorhandene Heidefläche.

Die das Gebäude erschließenden und umgebenden Stege und Terrassen schweben über der unberührten Natur und lassen diese optisch durch das Gebäude durchwachsen. Wahlweise kann die gesamte Grundstücksfläche auch als komplette Wasserfläche hergestellt werden. Der Grundgedanke des Entwurfes verfolgt das Ziel des behutsamen Umgangs mit der auf dem Grundstück vorgefundenen Natur in Form von Heideflächen und Dünengras sowie das Spiel mit Formen, Sprache und Raum. Das Reetdach als traditionelle Bedachung der Urhütte, über die Entwicklung des typischen Friesenhauses bis Heute, ermöglicht die Interpretation der Dachformen. Gewählt wurde hier ein schlichtes Satteldach als leichte Stahl-Holzkonstuktion auf einem massiven, rechteckigen Baukörper. Das Material Reet wird für die Dacheindeckung spielerisch und gezielt eingesetzt und fügt sich durch seine Formensprache in die Landschaft ein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen