Aktionstag der Jungköche : Damit mehr Syltiges in Sylter Gastro-Küchen kommt

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Jungköche der Berufsschule stellen auf einem Aktionstag Produkte von der Insel vor.

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14. November 2013, 06:00 Uhr

Lebensmittelskandale, gesteigertes Umweltbewusstsein – oder einfach die Zugkraft des Markennamens Sylt: Die Motivation, vermehrt regionale Produkte in ihren Küchen zu verwenden, mag bei Sylter Gastronomen unterschiedliche Hintergründe haben. Dass Sylter Milch, Kartoffeln, Möhren auch einfach ausgesprochen lecker sind, zeigten die Köchinnen und Köche im dritten Ausbildungsjahr auf ihrem gestrigen Aktionstag „Von Sylt, für Sylt“. Sie haben Sylter Betriebe besucht und kochten in der Berufsschule für Gäste Kostproben der syltigen Produkte.

„Ich esse doch auch lieber Kartoffeln, bei denen ich mir angucken kann, wie sie angebaut werden, statt mir welche aus Ungarn zu kaufen.“ Dimitri Liske, Azubi in der Sansibar, stellte am Aktionstag die Kartoffeln des Morsumer Hofs Hoffmann vor. Hier werden jährlich rund 300 Tonnen Kartoffeln geerntet, hat der junge Koch bei seinem Besuch auf dem Bauernhof gelernt. Viele von ihnen landen in den Gastro-Küchen der Insel. Was Liske allerdings auch gelernt hat: Wo Morsumer Kartoffel auf der Speisekarte steht, müssen nicht unbedingt Morsumer Kartoffeln im Essen sein. Einige Gastronomen würden zwar trendbewusst mit regionaler Küche werben, diese selbst aber für ihre Küchen gar nicht kaufen.

Das weiß und bedauert auch Moritz Luft, der als Chef der Sylt Marketing GmbH den Aktionstag mit der Berufsschule initiiert hat. Er sieht das Engagement der sichtlich motivierten Berufsschüler als guten Schritt, den die Gastroküchen und die Sylter Produzenten aufeinander zu machen. Denn auch wenn viel Syltiges in so limitierter Zahl hergestellt wird, dass es für den Einsatz in der Gastronomie nicht reicht, kann bei einigen Produkten noch an der Kommunikation zwischen Produzenten und Gastronomen gefeilt werden, damit mehr Insel-Produkte den Weg in die Insel-Küchen finden, meint Luft.

Neben eher bodenständigen Produkten wie der Sylter Milch oder den oben genannten Kartoffeln, haben sich die Jungköche auch mit den eher exklusiveren Produkten mit Markenname Sylt beschäftigt – unter anderem mit dem gerade auf dem Markt erschienenen Sylter Meersalz. Dabei geht es in der Berufsschule auch schlicht um den Bereich Marketing, der auf dem Lehrplan steht, erklärt Gesche Zimmermann, Leiterin der Außenstelle Westerland der Kreisberufsschule Nordfriesland.

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