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Kur für die Sylter Wattenmeerküste : Damit die Mülldeponie nicht ins Wattenmeer rutscht

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Landeszweckverband bessert die Abbrüche an der Wattemeerküste, die noch auf das Konto der Orkane Xaver und Christian gehen, aus.

John Ricklef Petersen ist seit seit Ende März täglich mit seinem blauen Trecker und dem riesigen Kipp-Anhänger unterwegs: Der Chef vom Keitumer Gänsehof bekam den Zuschlag für den Materialtransport, der für die Sanierung der Ostküste nördlich des Munkmarscher Hafens erforderlich ist. Nun pendelt er unentwegt zwischen der Zwischendeponie für Kelleraushub auf dem ehemaligen Fliegerhorst und der Baustelle unterhalb der früheren Sylter Abfalldeponie. Die rund 100 000 Euro teuren Arbeiten laufen derzeit auf vollen Touren.

„Seit Jahren beobachten wir die Schäden und Abbrüche an der Wattenmeerküste“, erläutert Manfred Uekermann, „an dieser Stelle zwischen dem Fährhaus Munkmarsch und der ehemaligen Mülldeponie mussten wir dringend tätig werden“. Der Vorsteher des Landschaftszweckverbandes Sylt (LZV) berichtet weiter, das schon vor den beiden Orkanen Christian und Xaver angeknabberte Ufer müsse auch deswegen dringend repariert werden, um ein eventuelles Abrutschen der Lagerstätte zu verhindern.

Der Küstenschutzausschuss der Söl’ring Foriining beschäftigte sich ebenfalls mehrfach mit den Problemabschnitten an der Ostseite der Insel. „Neben diesem Bereich beobachten wir zusätzlich starke Erosionen östlich der Loran Station sowie nördlich der Kampener Vogelkoje, wo das Watt immer näher und bedrohlich an die Landesstraße rückt“, so der Vorsitzende Holger Weirup. Östlich des Restaurants Sansibar sei der Maschendrahtzaun rund um den „Langen Lulatsch“ an einigen Stellen abgesackt, so dass auch dort in Kürze eine Sicherung erfolgen müsse. Darin wissen sich die Sylter Küstenexperten mit denen vom Landesbetrieb Küsten- und Naturschutz einig: Die Insulanert beantragten dort bereits die Sicherung der genannten Ufer.

Zurück zu Bauer Petersen: Der kippt Sand und Lehm (insgesamt rund 12 000 Kubikmeter) mit Genehmigung der Abfallwirtschafts-Gesellschaft Nordfriesland über eine bereits bestehende Rampe. Dort schiebt ein Bulldozer das Erdreich komplett über den Rand, sodass der Sand automatisch nach unten rutscht. Dann verteilt ein zweiter Ketten-Schieber den Boden längs zum Hangfuß. Davor, in Richtung Wattenmeer, setzten die LKN-Wasserwerker umweltverträgliche Faschinen aus Kastanienpfählen und Strauchwerk, die die Aufschüttung stabil halten sollen. Die Küstenschutzmaßnahme soll, so die Planung des der Landschaftszweckverbandes, bis Ende Juni abgeschlossen sein.

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erstellt am 08.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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