Nach Technischer Störung an Lok : Chaos im Sylt-Verkehr: Bis zu fünf Stunden Wartezeit beim Autozug

Auf der B5 bei Risum-Lindholm staute sich der Verkehr in Folge der Verzögerungen beim Autozug auf mehrere Kilometer Länge.

Auf der B5 bei Risum-Lindholm staute sich der Verkehr in Folge der Verzögerungen beim Autozug auf mehrere Kilometer Länge.

Nach einer technischen Störung an einer Lok kommt es im Pfingstverkehr für Sylt-Reisende zu langen Wartezeiten.

shz.de von
19. Mai 2018, 19:28 Uhr

Niebüll/Westerland | Nach einer technischen Störung an einer RDC-Lok kommt es am Samstag zu massiven Störungen im Sylt-Verkehr. Wie Bahnreisende berichten, kam es auf der Strecke des Autozuges von Niebüll auf die Insel zu Verzögerungen von bis zu sechs Stunden, Betroffene berichten von mindestens acht Stunden Wartezeit. Der Autozug-Sylt-Betreiber RDC Deutschland bestätigte die technische Störung an einer Lok. Eine neue Vectron-Lok habe die Verbindung übernommen. Die Trasse werde zudem von der Deutschen Bahn ersatzweise gefahren.

Die Deutsche Bahn teilte auf Nachfrage von shz.de mit, dass es am Samstag um 12 Uhr zu einer Rauchentwicklung an dem RDC-Fahrzeug kam. In der Folge sei es zu langen Wartezeiten gekommen. „Es ist die Kombination aus dem hohen Reisevolumen zu Pfingsten und der technischen Störung“, erklärte eine Bahn-Sprecherin in Berlin.

Nach aktuellem Stand (19.31 Uhr) gibt es nach Angaben der Bahn in Niebüll eine Wartezeit von bis zu vier Stunden. In Westerland hingegen soll es keine weiteren Einschränkungen geben, so ein Bahn-Sprecher zu shz.de. Die Bahn betonte, sie wolle unter Einsatz mehrerer Sonderfahrten noch am Samstag alle Reisenden auf die Insel bringen. Die Bahn habe zudem das Personal aufgestockt.

Eine betroffene Autofahrerin schreib aus dem Stau heraus auf der Facebook-Seite von shz.de, sie warte mit Hund und Kind seit fast sieben Stunden im Auto. Das Deutsche Rote Kreuz habe Wasser verteilt. Auch die einheimischen Sylter stellt das Verkehrschaos auf eine Geduldsprobe. Eine weitere Kommentatorin schreibt: „Für uns Einheimischen ist das auch kein Spaß mehr und das seit Jahren! Alle Wege in Richtung Autoverladung sind voll und kein durchkommen mehr. Es ist unglaublich, dass das jedes Jahr aufs Neue immer wieder so überraschend passiert.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen