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Sylter Rundschau

22. Oktober 2017 | 03:28 Uhr

CDU wieder stärkste Kraft im Rathaus

vom

In der Gemeinde Sylt gewinnt die CDU 14 Direktmandate / SWG bei 20,5 Prozent / Piraten und Zukunft.Sylt ziehen ins Rathaus ein

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Sylt | Jubel bei der CDU, Realismus bei der SWG und Freude bei den Newcomern von Zukunft.Sylt und Piraten. In der Gemeinde Sylt hat die gestrige Kommunalwahl die politischen Verhältnisse kräftig durcheinander gerüttelt. Der CDU ist es nicht nur gelungen, mit 38,7 Prozent (plus 7,5 Prozent) die SWG (20,5 Prozent) als stärkste Kraft abzulösen, sondern auch in allen 14 Wahlbezirken ihre Direktkandidaten durchzubringen.

Für die SWG bedeutet das nicht nur den Verlust eines Drittels der Stimmen, sondern auch den des Bürgervorstehers. Nach vier Jahren räumt der Morsumer Dirk Ipsen, der seinen Wahlkreis klar an Claus Mungard verloren hat, den Sessel am Kopf der Gemeindeversammlung für Peter Schnittgard, den die CDU für dieses Amt ins Rennen geschickt hatte.

Aufgrund der vielen Direktmandate für die CDU wird die Gemeinde im großen Ratssaal anbauen müssen. Statt bislang 28 Gemeindevertreter werden nach vorläufigem Stand am Sitzungstisch künftig 36 Vertreter Platz nehmen. Dieser Tatsache hat es die SWG zu verdanken, dass sie lediglich zwei der bisher neun Sitze verliert. Die Enttäuschung ob der krachenden Wahlniederlage hielt sich Fraktionschef Sönke Hansen gestern Abend in Grenzen: "Wir hatten damit gerechnet, vier Jahre nach der Fusion deutlich Stimmen zu verlieren." Größer war da schon der Frust, als altgedienter Kommunalpolitiker seinen Wahlkreis in Tinnum an Bernd Middeke, einen CDU-"Nobody" zu verlieren.

Die SPD (sechs Sitze) gewinnt sogar einen hinzu, obwohl sie 1,6 Prozent verloren hat und auf 15,8 Prozent kam. Auch die Grünen gewinnen einen Sitz hinzu; sie landen bei 8,3 Prozent (plus ein Prozent) und drei Sitzen. Der SSW (9,4 Prozent) bleibt bei drei Gemeindevertretern.

Die Piratenpartei landete aus dem Stand bei 2,1 Prozent. Den Insel-Piraten steht damit ein Platz in der Gemeindevertretung zu. Spitzenkandidat Christian Thiessen zeigte sich auf der Wahlparty in Morsum erleichtert: "Es freut mich, dass wir einen Vertreter in die Gemeinde schicken können, um zu zeigen, dass die Piraten auch auf kommunaler Ebene gute Arbeit machen können."

Die Insel-Liste Zukunft.Sylt, für viele die große Unbekannte bei dieser Wahl, kam auf 5,1 Prozent der Stimmen und zieht mit zwei Vertretern ins Rathaus ein. Zukunft.Sylt-Initiator Lars Schmidt bleibt als Dritter der Kandidatenliste zwar außen vor, zeigte sich mit dem Ergebnis aber "nicht unzufrieden". Schmidt: "Wir sind sicher mit zwei Personen in der Gemeindevertretung und haben damit Fraktionsstatus. Damit haben wir Zugang zu den wichtigen Dokumenten. Ich hätte allerdings mit größerer Wahlbeteiligung gerechnet."

Die erreichte gestern nämlich einen neuen Tiefststand von 47,63 Prozent.

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