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Aufs Eis gewagt : CDU kämpft für den Erhalt der Westerländer Eisbahn

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Die Parteispitze schlägt eine gemeinsame Finanzierung durch touristische Dienstleister, Wirtschaftsbetriebe, Organisationen und die Gemeinde vor.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2010 | 06:57 Uhr

Westerland | Gibt es doch noch eine Chance, die Westerländer Eisbahn zu retten? Nachdem der Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) angekündigt hatte, die 600 Quadratmeter große Kunsteisbahn aus Kostengründen im kommenden Winter nicht wieder aufzubauen, macht sich nun die CDU dafür stark, das vor allem von Sylter Kindern-, Jugendlichen und Familien genutzte Freizeitangebot zu erhalten.
Lister Schwimmhalle könnte Vorbild sein
"Noch ist das letzte Wort über die Eisbahn nicht gesprochen", erklärte die Parteispitze und kündigte an, das Thema in die Gremien der Gemeinde Sylt zu bringen. Die Entscheidung des ISTS, den Betrieb der vor neun Jahren angeschafften Bahn aus touristischen wie finanziellen Gründen einzustellen, sei nur eine Seite der Medaille, betonen Uwe Dau (Parteivorsitzender), Wolfgang Jensen (Fraktionschef) und Peter Schnittgard (Vors. Schul-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss). Da es sich um eines der wenigen insularen Winter-Angebote und eine Begegnungsstätte für Jung und Alt handele, müsse sich die Gemeinde Sylt um eine mittel- bis langfristig gesicherte "Mischfinanzierung" bemühen. Vorbild könnte der unter Federführung Schnittgards erreichte Erhalt der Lister Schwimmhalle sein, die von den Sylter Gemeinden bezuschusst und von den Vereinen TSV Westerland, TV Keitum und DLRG Sylt betrieben wird.
"Was haben wir sonst im Winter schon an Freizeitangeboten?"
"Einfach nur zu sagen, wir machen die Eisbahn dicht, reicht nicht", findet Schnittgard. "Wenn alle an einem Strang ziehen, muss es möglich sein, das Finanzielle über Bezuschussung, Förderung, Spenden und Sponsoren erträglicher zu gestalten." Die CDU ist optimistisch, dass es zu einer gemeinsamen Finanzierung durch touristische Dienstleister, Sylter Wirtschaftsbetriebe und Organisationen sowie die Gemeinden kommen kann. Dau: "Einen Versuch ist es allemal Wert, was haben wir im Winter sonst schon an Freizeitangeboten."

Eine Idee, die nach Ansicht von ISTS-Geschäftsführer Peter Douven nicht im Widerspruch zur Schließungsentscheidung steht. Er verweist darauf, dass im ISTS-Aufsichtsrat auch die Vertreter der Gemeinde einer Schließung zugestimmt hätten, da die Kosten in keinem Verhältnis zum touristischen Nutzen stünden. "Mit regelmäßiger Instandhaltung lässt sich die Bahn sicher noch einige Jahre betreiben", sagt Douven und beziffert die Kosten auf rund 50 000 Euro im Jahr.

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