Nord-Ostsee-Kanal : CDU fordert Aktionsbündnis

Die CDU wirbt für ein "Aktionsbündnis 2025", in dem Politik und Wirtschaft die Interessen Schleswig-Holsteins "gegen Vertreter anderer Bundesländer durchsetzen" können.

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22. März 2013, 09:16 Uhr

Kiel | Obwohl sich alle Parteien im Landtag einig sind, dass sich Schleswig-Holstein jetzt mit einer Stimme in Berlin für den Erhalt ihrer wichtigsten künstlichen Wasserstraße einsetzen müsste, konnten sie sich am Donnerstag im Landtag nicht auf eine gemeinsame Resolution zum Nord-Ostsee-Kanal einigen. SPD, Grüne und SSW sehen vor allem den Bund in der Pflicht und forderten Berlin erneut auf, bis 2025 jedes Jahr 120 Millionen Euro in den NOK zu investieren.

Die CDU warb stattdessen für ein "Aktionsbündnis 2025", in dem Politik und Wirtschaft die Interessen Schleswig-Holsteins "gegen Vertreter anderer Bundesländer durchsetzen" könne. Ziel müsse es sein, die Brennpunkte am NOK schrittweise abzubauen: Erst die fünfte Kammer in Brunsbüttel, dann die dortigen großen Schleusentore, dann die Oststrecke zwischen Rendsburg und Kiel, dann die Holtenauer Schleuse und die Levensauer Hochbrücke, dann die Vertiefung. Andreas Tietze ( Grüne) hält dieses "System Perlenkette" für ungeeignet. Auch Kai Vogel (SPD) warnte vor "Flickschusterei". Bei Ramsauers Zeitplan würde die Holtenauer Schleuse voraussichtlich erst 2021 in Angriff genommen.

"Meine Fraktion fordert wie offenbar alle anderen auch ein Sonderprogramm des Bundes für eine möglichst schnelle Beseitigung des Sanierungsstaus am Kanal", erklärte der Liberale Christopher Vogt. Auf einen gemeinsamen Nenner kam man jedoch nicht. Nun hofft der Norden auf zusätzliche Impulse von der "Maritimen Konferenz" in Kiel am 8. und 9. April, zu der auch die Bundeskanzlerin erwartet wird.

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