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Sylter Rundschau

17. Oktober 2017 | 06:47 Uhr

Bundiswung-Anlieger kritisieren Bauamt

vom

Anwohner beschweren sich im Bauausschuss / Straßenausbau soll im September beginnen und 2014 abgeschlossen werden

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Westerland | Mangelnde Kontrolle, Konzeptlosigkeit und überhöhte Kosten: Den Vorwürfen gegen das Bauamt, die während der Sitzung des Bauausschusses von Anliegern des Bundiswung geäußert wurden, mangelte es nicht an Schärfe.

Der Unmut der rund 20 anwesenden Bürger entzündet sich an dem geplanten Ausbau ihrer rund 650 Meter langen Straße. Da diese als Anliegerstraße klassifiziert ist, sollen 75 Prozent der entstehenden Kosten auf die Anwohner umgelegt werden. Momentan sind für den Ausbau 515 000 Euro veranschlagt.

Für besonderen Ärger unter den Anliegern sorgt dabei, dass in der Straße bereits seit Oktober 2012 Erde bewegt wird, obwohl der Ausbau durch die Gemeinde noch gar nicht begonnen hat. Die Erklärung: Bis heute erneuert die EVS auf der Strecke Gasleitungen.

Obwohl Tiefbauleiter Reiner Brudnitzki jetzt einen Baubeginn für "Mitte-Ende September" ankündigte, mussten sich er und Bauamt-Chef Wolfgang Knuth harsche Kritik gefallen lassen. "Es kann nicht sein, dass die Straße an der gleichen Stelle dreimal aufgerissen wird", beschwerte sich ein Anlieger, "warum kontrolliert die Verwaltung nicht, was dort passiert?" Als Antwort verwies Knuth auf die Verantwortung des Bauträgers - in diesem Fall der EVS: "Bis heute haben wir in ihrer Straße nicht einen Auftrag vergeben." Wolfgang Knuth zeigte zudem Verständnis für die Befürchtung einiger Anlieger, die Kosten könnten sie zum Verkauf ihrer Immobilie zwingen: "Es sind hohe Beträge - aber in 30 Jahren ist mir kein Fall bekannt, in dem Jemand deswegen von Haus und Hof gejagt worden wäre." Anschließend stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig für den Ausbau des Bundiswung.

Während einer Anliegerversammlung am Dienstag, 27. August, wollen sich Verwaltung, Versorgungsträger und Anlieger ab 18.30 Uhr im Rathaus über das weitere Vorgehen austauschen.

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