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Verhandlungen : Bürgervorsteher: Mehrheit für Ipsen

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Weil SWG und CDU nach der Wahl gleichviele Abgeordnete stellen, könnten beide einen Kandidaten für das Amt des Bürgervorstehers benennen. Heute kündigten die Chefs aller Fraktionen an, den Bewerber der SWG zu unterstützen, da diese die meisten Stimmen bekommen habe.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2009 | 06:37 Uhr

Sylt | Wer wird neuer Bürgervorsteher der Gemeinde Sylt? Zwei Namen standen dafür bisher im Raum: Der bisherige Westerländer Amtsinhaber Peter Schnittgard (CDU) oder sein Sylt-Oster Kollege Dirk Ipsen (SWG).
Hansen machte SWG-Anspruch deutlich

Laut Gemeindeordnung hat die stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht. Problem dabei: In der neuen Gemeindevertretung sind SWG und CDU beide mit neun Abgeordneten vertreten. Weil seine Wählergemeinschaft aber 85 Stimmen mehr als die CDU erhielt, machte Fraktionschef Sönke Hansen jetzt den Anspruch der SWG auf den Posten des obersten Repräsentanten deutlich.

Mittwochabend trafen sich alle Fraktionsvorsitzenden, um über die Postenverteilung (Ausschüsse, Vorsitze, Stellvertreter...) zu beraten und dabei zeichnete sich eine Mehrheit für den Vertreter der stimmstärksten Gruppierung ab.
Vorsprung sei zu akzeptieren

Deren Vorsprung sei zwar knapp - aber dennoch zu respektieren, finden beispielsweise Klaus Jensen (SSW) und Gerd Nielsen (SPD). Beide sprachen sich heute auf Nachfrage unserer Zeitung dafür aus, den SWG-Kandidaten zu unterstützen. Gleichzeitig betonten sie, dies aber auch noch mit ihren Fraktionen beraten zu wollen. Nielsen verwies auf die Gemeindeordnung und erklärte, dass man bei gleichstarken Fraktionen nur das Los entscheiden lassen könne, oder man gucke, "wie unter Demokraten üblich", wer tatsächlich die meisten Stimmen habe.

Eine Argumentation der auch CDU-Chef Wolfgang Jensen folgt: "Wir haben die Wahl nicht gewonnen und müssen uns deshalb an andere annähern. So ist das in einer Demokratie."
Karfreitag wird weiter beraten

Darüber hinaus waren sich die Fraktionschefs gestern einig, dass die bisherigen Gespräche "konstruktiv und fair" verlaufen seien und man "Pakete geschnürt" habe, mit denen alle Beteiligten leben könnten.

Weitere Beratungen, unter anderem über die Aufsichtsratsposten der Eigenbetriebe, sind Karfreitag geplant.

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