zur Navigation springen

Wenningstedt-Braderup : Bürgermeisterin kritisiert Häckels Politik beim Neujahrsempfang

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Scharfe Kritik zu leckeren Häppchen: Rund 300 Gäste feierten am Mittwoch beim Neujahrsempfang in Wenningstedt. Bürgermeisterin Katrin Fifeik kritisiert die Politik von Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 06:31 Uhr

Beim Neujahrsempfang in Wenningstedt feierten am Dienstag rund 300 Menschen im Kursaal³. „Es war gut besucht“, sagte Tourismusdirektor Henning Sieverts am Morgen danach zufrieden.

Eröffnet wurde die rund zweistündige Veranstaltung im festlich geschmückten Saal, von Bürgermeisterin Katrin Fifeik. In ihrer Rede dankte sie den Menschen im Inselort, die sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich eingesetzt haben: Darunter die Gemeindevertreter in den Ausschüssen der kleinen Kommune und die Freiwillige Feuerwehr. „Das ist viel Arbeit, die man in diese Aufgabe investiert“, sagte sie. Außerdem kritisierte sie die Politik von Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel scharf.

Als es um den Abriss der Hallen 25 und 28 ging, habe es keine insulare Zusammenarbeit gegeben. „Wieso zieht man in solchen Überlegungen nicht die Wehren, das DRK und den Katastrophenschutz mit heran, sondern entscheidet das am grünen Tisch“, fragte Fifeik.

Sie sprach sich gegen den Abriss der Halle 28 aus und betonte, wie wichtig diese in der Vergangenheit für Wenningstedt gewesen sei, als nach einem Feuer rund 300 Leute dort versorgt wurden. „Das wäre in einzeln aufgeteilten kleinen Unterkünften überhaupt nicht möglich gewesen“, sagte sie.

Die Gemeinde Wenningstedt sammelt seit Anfang Februar Unterschriften für den Erhalt der Halle 28. Da der Inselort nicht zur Gemeinde Sylt gehört, ist diese Signaturenliste eher symbolisch – die Stimmen zählen beim Bürgerentscheid, der derzeit in der Gemeinde Sylt läuft, nicht mit.

Auch bei einigen Punkten in der Flüchtlingspolitik sei sie von der Gemeinde Sylt nicht einbezogen worden, beklagte Katrin Fifeik. Es würden Beschlüsse gefasst, ohne die Verantwortlichen in Wenningstedt darüber in Kenntnis zu setzen.

„Von der neuen Verwaltungsspitze der Gemeinde Sylt habe ich mir mehr Weitsicht und Fingerspitzengefühl gewünscht – das Gegenteil ist der Fall“, sagte sie abschließend. „Hoffen wir, dass sich zukünftig etwas ändert und das man endlich anfängt, miteinander zu sprechen und nicht übereinander.“

Henning Sieverts blickte anschließend auf das vergangene Jahr zurück und gab einen Ausblick auf 2016. Er zeigte sich zufrieden über die erste Saison im Kursaal³, die zuvor abgebrannte Strandkorbhalle stehe wieder und die neue Haupttreppe am Kliff wurde eröffnet. In diesem Jahr soll dort ein Treppenlift sowie eine Rutsche eingebaut werden. Außerdem plant der Tourismusleiter dort, wo einst das Restaurant „Kartoffelkiste“ stand, mobile Trampoline aufzustellen – im Winter will er dort eine Eislauffläche errichten. Zuversichtlich blicke er – „trotz der harten Konkurrenz“ – in die Zukunft. „Wenn wir es so weiterentwickeln wie bisher, brauchen wir uns im touristischen Bereich insular gesehen keine Sorgen zu machen“, sagte er.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen