zur Navigation springen

Biologen haben in Hörnum angeschwemmten Wal identifiziert

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

von
erstellt am 04.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Am Donnerstag hatten Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer vor Hörnum einen fünf Meter langen angeschwemmten toten Wal gefunden (wir berichteten). Wegen seines schlechten Zustands blieb zunächst unklar, zu welcher Art der Wal gehört. „Bei unserer Untersuchung des stark verwesten Kadavers konnten wir das Tier nun als jungen Zwergwal identifizieren“, sagt Biologe Rainer Borcherding. Ausgewachsene Zwergwale könnten eine Länge bis zu zehn Metern erreichen. Sie sind die kleinsten Vertreter der Furchenwale, zu den auch die Blauwale gehören. „Der zertrümmerte Schädel des Tieres deutet daraufhin, dass er durch den Zusammenstoß mit einem Schiff gestorben ist“, so Borcherding weiter. Strandungen von Zwergwalen kommen im Wattenmeer regelmäßig vor.

Nach Auskunft des niederländischen Walforschers Gerbrand Gaaff vom Forschungsinstitut Ecomare handelt es sich bei den meisten der angespülten Tiere um Kollisionsopfer.

„Durch die zunehmende wirtschaftliche Erschließung benachbarter Meeresregionen können verstärkt Zwergwale dem Zusammenstoß mit Schiffen zum Opfer fallen“, befürchtet Borcherding. So plant Dänemark im biologisch wichtigen Doggerbank-Gebiet eine Ausweitung der Öl- und Gasförderung. Die Schutzstation Wattenmeer hatte gemeinsam mit anderen Umweltschutzverbänden das Vorhaben der dänischen Regierung kritisiert und einen besseren Schutz dieses auch für den Schweinswal wichtigen Gebietes gefordert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen