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Sylts Menschen des Jahres : Bernd Frühling: „Mein Motor ist die Dankbarkeit“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bernd Frühling ist einer unserer Sylter Menschen des Jahres. Wir stellen den Mann vor, der sich auf der Insel für Flüchtlinge stark macht.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2015 | 05:21 Uhr

Der direkte Kontakt zu den Leuten ist mir wichtig: Ich versuche auf freundschaftlicher Ebene zu helfen“, sagt Bernd Frühling. Auf Sylt setzt er sich ehrenamtlich für Flüchtlinge ein: Rund um die Uhr ist er für die Insel-Neulinge da. Ursprünglich kommt der energiegeladene Mann mit den langen Haaren nicht von Sylt. 31 Jahre arbeitete er als Verwaltungsbeamter in Niedersachsen, bevor er vor zwei Jahren nach einigen Karrierebrüchen auf die Insel kam.

Frühling setzt sich nicht erst jetzt für Flüchtlinge ein: Auch in einem Lebensabschnitt vor seiner Zeit auf der Insel engagierte er sich caritativ. Als der 49-Jährige sah, wie Obdachlose und Asylbewerber in seiner einstigen Heimat untergebracht und behandelt wurden, wuchs sein Wunsch, selbst mit anzupacken. Sein Ziel: Möglichst viele Asylsuchende zu integrieren, am besten durch einen Job. Gleich nach ihrer Ankunft auf der Insel will der Integrationshelfer als Ansprechpartner für sie da sein.

Um die Hilfe zu bündeln, hat er vor rund einem Jahr gemeinsam mit anderen Mitstreiter den Verein Integrationshilfe Sylt gegründet Inzwischen widmet er sich eigenen Projekten. Gemeinsam mit dem TSV-Westerland rief er eine Integrations-Fußballmannschaft ins Leben, den FC United Sylt. Bei dem Sportprojekte werden Kontakte geknüpft, am Spielfeldrand vermittelt Frühling den Menschen Jobs. Damit jeder, der möchte, am Training teilnehmen kann, holt Frühling die Leute aus abgelegeneren Unterkünften mit einem „Flüchtlingstaxi“ ab. „Wenn man es nicht schafft, ein Projekt hier auf der Insel umzusetzen, dann klappt es nirgendwo“, ist er sich sicher. Sylt böte, auch wegen seiner Finanzkraft, viele Möglichkeiten, um Ideen umzusetzen.

Aber nicht nur in der Flüchtlingsbetreuung engagiert sich Frühling: Vor Kurzem hat er einen Bundesfreiwilligendienst bei der Kirchengemeinde St. Severin in Keitum begonnen.

Außerdem plant er ein neues Projekt: Im Jugendaufbauwerk (JAW) in Hörnum soll ein sogenanntes Integrations-Kolleg-Sylt (IKS) entstehen. Flüchtlinge sollen hier wohnen und auf den Beruf vorbereitet werden sowie Deutsch lernen und sich sportlich betätigen können. „Ziel des Projekts ist es, Leute zu unterrichten und zu fördern, die eine Ausbildung beginnen wollen und noch nicht allzu alt sind“, erklärt der Initiator.

Müde scheint der Mann mit dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn nie zu werden: Als nächstes will er einen Fußball Integrations-Cup auf Sylt organisieren. „Eine Insel, ein Ball und viele Nationalitäten“, lautet das Motto des besonderen Turniers. Was ihn dazu antreibt, sich zu engagieren und immer weiter zu machen? „Mein Motor ist die Dankbarkeit und Wertschätzung, die ich für meine Arbeit bekomme. Es macht mich zum Beispiel fröhlich, wenn mich Leute, die ich unterstützen konnte, auf der Straße grüßen“, sagt Frühling. Das sei eine Art Heimatersatz für ihn, und er fühle sich dann wohl.

 

Sie können sich auf vielfältige Weise an der Aktion „Menschen des Jahres“ beteiligen. Sie können für Ihren „Mensch des Jahres“ beispielsweise anrufen (für 14 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk mehr) oder per SMS abstimmen. Die Leitungen sind bis zum 23. November um 0 Uhr geöffnet. Zudem drucken wir in regelmäßigen Abständen einen Coupon in der Zeitung ab, auf dem Sie Ihren Wunschkandidaten ankreuzen können.

 


Die Sylter Kandidaten und

ihre Rufnummern:


>Bernd Frühling:

01375 /80400488 -01

>Frauke Greite:

01375 / 80  40  04  88-02

>Erika Holst

01375 / 80  40  04  88-03

>Sönke Lüdrichsen

01375 / 80  40  04  88-04

SMS mit dem Inhalt „shz sr“ plus Kandidatennummer (01-04) an die Nummer 42020 (Kosten tarifabhängig, wie eine normale SMS).Email mit dem Namen Ihres Mensch des Jahres an redaktion.sylt@shz.de.

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