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Sylter Rundschau

25. September 2017 | 15:37 Uhr

Strandgut : Bekiffte Leser im kommenden April

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In der Kolumne "Strandgut" schreibt Friederike Reußner von einem fehlenden Aprilscherz, der für Irritationen sorgte.

von
erstellt am 05.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Aprilscherze sind wie Karneval: Damit der Spaß funktioniert, muss man entweder der Minderheit der rheinischen Frohnaturen angehören, oder hackedicht sein. Da wir davon ausgehen, dass nur ein geringer Teil unserer Leserschaft die Sylter Rundschau morgens bei mehreren Gläsern Prosecco, Jägermeister oder Korn genießt, hat sich die Redaktion in diesem Jahr bewusst gegen die vorsätzliche Zeitungsente entschieden. Doch auch das Fehlen einer Fehl-Meldung kann Leser am ersten April irritieren: Mit dem Hintergedanken „einen dieser Texte müssen die sich ja ausgedacht haben“, blätterten zahlreiche Abonnenten am vergangenen Dienstag den Lokalteil durch und legten sich aus Mangel an absurden Alternativen auf den Artikel „Von der Sansibar nach Sansibar“ fest. Gut, ein Kreuzflug rund um die Welt für knapp 60 000 Euro mag einem – auch wenn er auf Sylt startet – unglaublich erscheinen – doch unserer Fantasie ist die 19-tägige Nobelreise trotzdem nicht entsprungen.

Während wir bei einigen Meldungen zum 1. April froh waren, dass sie nicht stimmten - „Christian Wulff lädt heute zur Pressekonferenz ins Hotel Stadt Hamburg, um seine Bürgermeisterkandidatur auf Sylt bekanntzugeben“ – bedauern wir bei anderen doch ein bisschen, dass sie nur aus der Feder eines humorigen PR-Menschen stammen. So wie beim diesjährigen Aprilscherz von „hottelling“. „Hottelling“ (nein, der Name ist nicht der Witz) liefert „Hintergrundnachrichten für das Hotelmanagement“ und schickte uns folgende Pressemitteilung: „Cannabis im Spa – der neue Trend aus Jamaika“. Wellness-Hoteliers feilen momentan fieberhaft an diesem neuartigen Spa-Konzept, bei dem gestresste Großstadt-Manager mit Hanfpfeiffchen oder Spezial-Tee easy-peasy entspannt werden, hieß es dort. Wir möchten an dieser Stelle natürlich keine Kampagne mit dem Motto „Legalize it, Sylt!“ starten. Sondern nur ganz dezent darauf hinweisen, dass sich hier eine Möglichkeit bietet, die wegbröselnden Übernachtungszahlen durch gezieltes Werben in Kiffer-Kreisen wieder aufzufangen. Dann würden wir kommendes Jahr auch wieder einen echten Aprilscherz drucken, bei dem wir uns noch nicht mal Mühe geben müssten: Die dann angestiegene Zahl der bekifften Zeitungsleser, die lacht ja über alles.

 

 

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