Baustellen-Endspurt in Wenningstedt

Manfred Schmidt (vorne) glaubt, dass es bei der Vollsperrung des Kreisels keine Probleme geben wird.   Foto: Pfeifer
Manfred Schmidt (vorne) glaubt, dass es bei der Vollsperrung des Kreisels keine Probleme geben wird. Foto: Pfeifer

Der Kreisverkehr wird am 8. und 9. Juni gesperrt / Wegen Asphalt-Arbeiten am Terminal des Auto-Shuttles kommt es ebenfalls zu Einschränkungen

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01. Juni 2013, 03:59 Uhr

Sylt | Zwei große Baustellen auf der Insel gehen mit großen Schritten ihrer Fertigstellung entgegen. Aber bevor der Wenningstedter Kreisel vollständig für den Verkehr freigegeben werden kann und die neuen Fahrspuren beim Terminal des Sylt-Shuttles befahrbar sind, müssen sich Insulaner und Gäste noch einmal auf größere Einschränkungen gefasst machen.

Damit die letzte Asphaltschicht auf den Wenningstedter Kreisverkehr aufgebracht werden kann, muss er am Sonnabend und Sonntag, 8. und 9. Juni, komplett gesperrt werden. "Wir mussten ein Wochenende wählen, denn es gibt keine Ausweichmöglichkeit für LKWs. Die Strecke zwischen Kampen und Braderup ist für ihr Gewicht nicht zugelassen", erklärt Manfred Schmidt vom Inselbauamt. Beginnen wird die Sperrung am Sonnabend erst ab 18 Uhr, so dass die Ausfahrt des Harley-Treffens und der schlimmste An- und Abreiseverkehr bereits vorüber sind. "Ich bin mir sicher, dass das besser laufen wird, als alle glauben", sagt Schmidt. "So intensiv haben wir noch vor keiner Baumaßnahme informiert."

Sylt Marketing und die Tourismusservices von Wenningstedt-Braderup und Kampen informieren über ihre Internetseiten und haben seit 14 Tagen den Werbetüten, die am Auto-Shuttle in Niebüll verteilt werden, Info-Flyer beigelegt. So erfahren die Gäste bereits bei der Anreise, wie sie den Kreisverkehr umfahren können. Wenn alles gut läuft, sollen die Asphalt-Arbeiten gegen 20 Uhr am Sonntagabend abgeschlossen sein. Dann kann der Kreisel zum ersten Mal voll befahren werden. "Diese Bauarbeiten waren mit einem riesigen logistischen Aufwand verbunden. Es ist immer schwer, wenn man direkt im Verkehr bauen muss", fasst Manfred Schmidt zusammen. So musste er auch zahlreiche Beschwerden entgegen nehmen. "Damit muss man bei Baustellen immer rechnen. Schlimm finde ich aber Einheimische, die immer und immer wieder in den Kreisel hinein fahren und jedes Mal aufs Neue Schaum um den Mund haben. Viele brauchen offenbar diese Art von Katastrophentourismus."

Die Ampelanlage bleibt aber noch bis Dienstag, den 11. Juni in Betrieb, denn "wir müssen erst noch drei Verkehrsinseln aufkleben, damit die Fußgänger sicher durch den Kreisel kommen", so Schmidt. Er rechnet damit, dass sich die Verkehrslage bereits ab heute entspannen wird, da gestern das letzte Teilstück asphaltiert wurde und der Kreisel jetzt nicht nur von Nord nach Süd sondern auch von Süd nach Nord über zwei Spuren befahrbar ist.

Auch die Deutsche Bahn beginnt am Montag, 3. Juni, mit den vorbereitenden Arbeiten für die letzte Asphaltschicht am Terminal Westerland. Deshalb ist am Dienstag, 4. Juni, ab 18 Uhr die Zufahrt zu den Doppelstockrampen gesperrt. Befördert wird bei den Zügen um 19 Uhr, 20 Uhr und 21 Uhr nur auf den Einstockeinheiten. Dementsprechend können weniger Fahrzeuge als sonst transportiert werden . Genutzt werden sollten von Westerland aus möglichst die Züge bis 18 Uhr. Der Abschluss aller Arbeiten ist für Mitte Juli geplant.

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