Wohnungen für Sylter : Baufortschritte auf dem Bastianplatz

Seit Ende vergangenen November wird hier gebaut: Die Genossenschaft Bastianplatz lässt in Westerland 40 Wohnungen errichten.
Seit Ende vergangenen November wird hier gebaut: Die Genossenschaft Bastianplatz lässt in Westerland 40 Wohnungen errichten.

Die 40 Wohnungen der Genossenschaft auf dem ehemaligen Sportplatz-Gelände nehmen langsam Form an

shz.de von
27. Januar 2015, 06:00 Uhr

Es ist schlammig, es ist grau – und trotzdem hebt der Blick auf den Bastianplatz momentan die Laune derjenigen, die sehnlichst auf mehr Wohnungen für Sylter warten. Seit vergangenen November wachsen auf dem zentralen Platz in Westerland neue Gebäude in die Höhe, spätestens Ende des Jahres sollen alle 40 Wohnungen der Baugenossenschaft Bastianplatz bezugsfertig sein.

Nach Jahren der Planungen und Verhandlungen – die Genossenschaft ist auf Wunsch der Politik am 11. Juni 2012 gegründet worden - sei sie nun „guter Dinge“, sagt Christa Markmann, eine der Vorsitzenden der Genossenschaft, dass es mit dem Wohnungsbau planmäßig weiter gehen werde. Sämtliche Wohnungen seien vergeben, zudem fülle sich eine Warteliste mit Menschen, die sich auch gern ins Genossenschaftsmodell einkaufen würden.

Bei der Vergabe der Wohnungen muss sich die Genossenschaft an Vorgaben halten, die mit der Gemeinde Sylt abgestimmt worden sind. So soll in dem Wohnungsbauprojekt eine bunte Mischung an Bewohnern leben: von jungen Familien bis zu Rentnern. Bewohner, die einen Wohnberechtigungsschein besitzen, müssen einmalig je 400 Euro pro Quadratmeter ihrer Wohnung in die Genossenschaft einzahlen. Diese Einlage erhalten sie nach Auszug, in der Regel verzögert um zwei Jahre, zurück. Die Miete beträgt voraussichtlich – abhängig von der Art des Wohnberechtigungsscheins – 5,65 bis 8,15 Euro. Bei den wenigen frei finanzierten Wohnungen, die auch gebaut werden, kostet der Genossenschaftsanteil 700 Euro pro Quadratmeter, die Miete soll weniger als zehn Euro pro Quadratmeter betragen.

Der Bau der fünf Gebäude wird zum Großteil durch günstige Kredite des Landes Schleswig-Holstein finanziert, hinzu kommen die Genossenschaftsanteile und Fördermittel der kfw-Bank. Möglichst im Oktober, aber spätestens Ende dieses Jahres, sollen die Genossenschaftler in ihre neuen Unterkünfte einziehen können. „Es ist momentan schön für uns zu sehen, dass jetzt endlich wirklich etwas passiert“, sagt Vorstandsmitglied Michael Matz. Er freut sich über die positive Unterstützung, die das Projekt aus der Politik erhalte und über den wachsenden Zusammenhalt der Genossenschaftler: „Wir treffen uns einmal im Monat. Und man merkt wirklich, wie wir langsam als Gruppe zusammenwachsen.“

Die Genossenschaft hat mit ihren Gebäuden den Startschuss für die umfassende Bebauung des ehemaligen Sportplatzes gegeben: Ab Anfang April will nun auch das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) der Gemeinde Sylt den Grundstein für rund 60 neue Wohnungen legen. Die sollten eigentlich schon im September kommenden Jahres bezugsfertig sein. Doch weil es „Schwierigkeiten mit der Kostengestaltung“ gab, wie KLM-Leiter Markus Kopplin gegenüber der Sylter Rundschau sagte, hat sich hier der Ablauf etwas verzögert. Neben dem KLM- und Genossenschaftswohnungen erhält die Lebenshilfe Sylt auf dem Bastianplatz Raum für einen Anbau, außerdem sollen zehn Familien Grundstücke auf Erbpachtbasis erhalten.

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