Dauerwohnen auf Sylt : Bauausschuss vertagt Beratung über 40/60-Regelung

Sylter Immobilien sind noch immer die Teuersten an der gesamten Westküste

Sylter Immobilien sind noch immer die Teuersten an der gesamten Westküste

Weil eine Alternative zur umstrittenen 40/60-Regelung noch nicht feststeht, wird das Thema noch nicht beraten.

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13. April 2016, 05:15 Uhr

Die Sylter Gemeindevertreter brauchen noch mehr Zeit, um sich Gedanken über neue Lösungen zu machen, wie künftig verstärkt Dauerwohnraum gesichert und weitere Wohnungen für Insulaner geschaffen werden können. Erwartungsgemäß wurde am Montagabend im Bauausschuss nicht über das so genannte „Hansen-Kerkamm-Papier“ beraten (wir berichteten) und das Thema einstimmig von der Tagesordnung gestrichen. Die bisher lediglich von Politikern der CDU und SWG ausgehandelten Vorschläge zu Alternativen für die umstrittene 40/60-Regelung sollen zunächst in allen Fraktionen diskutiert werden. Für Nikolas Häckel kam der Aufschub nach dem Protest der kleineren Parteien nicht überraschend. Dennoch sei es Zeit, dass die Politik der Verwaltung einen klaren Weg zur Sicherung von Dauerwohnraum für Insulaner vorgebe, so der Bürgermeister der Gemeinde Sylt. Bereits in einer Woche soll über das CDU/SWG–Papier sowie über weitere Vorschläge zur Sicherung von Dauerwohnraum in der Gemeindevertretung beraten werden. Ob sich dieser Termin halten lässt, ist bisher allerdings unklar.

Ebenfalls auf der Tagesordnung am 21. April steht das Thema „Erhalt oder Abriss der Hallen 25 und 28“. Dazu sei eine Stellungnahme der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein eingegangen, berichtete der Sylter Bürgermeister im Bauausschuss. „Inhaltlich ist das alles nicht neu für uns“, sagte Nikolas Häckel. Es seien vielmehr nochmals alle Bedenken zu einer Nachnutzung der Gebäude, zum Denkmalschutz sowie zur Renaturierung des Fliegerhorstgeländes aufgeführt. Allerdings habe das Land der Gemeinde Sylt auch einige „Hausaufgaben erteilt, die noch gemacht werden müssen“, so Häckel. Unter anderem will die Landesregierung wissen, wie abgesichert werden könne, dass ausschließlich eine Nutzung zu Zwecken des Katastrophenschutzes erfolgt und sich keine anderen Nutzungen – auch nicht „schleichend“ – einstellen.

Holger Flessau kritisierte die Anfrage bei der Staatskanzlei als „viel zu früh“. Die Verwaltung hätte in der Sache doch zunächst den Bürgerentscheid abwarten sollen, so der CDU-Politiker.

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