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Neue Mitte in Westerland : „Bau der Neuen Mitte kann losgehen“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Toilettenhäuschen auf dem Vorplatz der Neuen Mitte wird abgerissen. Die Neugestaltung des Platzes sieht Bäume, Blumen und Bänke vor.

Die Verzögerungen im Baubeginn der sogenannten Neuen Mitte in Westerland scheinen ein Ende zu haben: Mit der Entscheidung des Ortsbeirats in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag, das Toilettenhäuschen mit Trafo-Station und Stromkasten auf dem Vorplatz des geplanten Gebäudes abreißen zu lassen, steht dem Bau nun nichts mehr Wege.

Das Grundstück, auf dem das Klohäuschen steht, gehört der Gemeinde Sylt und grenzt direkt an das Grundstück der Firma DC Commercial, die auf dem Platz ein dreigeschossiges Gebäude mit Luxuswohnungen und Einzelhandelsflächen bauen will. Der Neubau von öffentlichen Toiletten in das Gebäude sei fest eingeplant und DC Commercial gibt an, die vollständigen Kosten übernehmen zu wollen.

Der Baubeginn zieht sich seit einigen Monaten hin: Eigentlich hatte DC Commercial angekündigt, bereits im Juli den Grundstein für das Gebäude zu legen. Man habe sich dann jedoch entschieden, nicht während der Hochsaison damit zu beginnen, gab das Unternehmen als Grund für die Verzögerungen an. Bei der Ortsbeirats-Sitzung nahmen Teilnehmer die Gelegenheit wahr und fragten den anwesenden technischen Leiter für die Neue Mitte von DC Commercial, Georg Burgner, ob finanzielle Probleme an den Verzögerungen Schuld seien. „Vom Bauablauf haben wir mit der Neuen Mitte ein komplett durchfinanziertes Objekt“, versicherte er und betonte: „Auch wenn das Gerücht kursiert, pleite sind wir sicher nicht.“ Die Verzögerungen lägen laut Burgner auch an der bisherigen Unklarheit darüber, ob Toiletten in das Gebäude miteingeplant werden müssen oder ob das alte Toilettenhäuschen auf dem Vorplatz des Gebäudes bestehen bleibt. Da diese Unklarheit nun geklärt werden konnte, wartet Burgner, nach eigenen Angaben nur noch auf grünes Licht für den Bau. Er freut sich über die Entscheidung im Ortsbeirat: „Da wir jetzt auch die Planungssicherheit haben, dass wir das WC mit in das Gebäude einplanen müssen, kann es endlich losgehen.“

Auch vom Bauamtsleiter der Gemeinde Sylt, Martin Seemann, wird die Entscheidung positiv aufgenommen „Der Abriss des Toilettenhäuschens liegt absolut in unserem Interesse“, sagt er und ergänzt: „jetzt können wir endlich mit der Planung über der Neugestaltung des Platzes vor dem geplanten Gebäude beginnen.“

Bisher existiert noch kein fertiger Entwurf für die Fläche, laut Seemann soll dort aber ein „schöner Platz entstehen, der zukünftig auch für Weihnachtsmärkte oder einfach nur zum Verweilen“ genutzt werden kann. Zwar soll keine neue Wiese entstehen, weil diese schwer zu pflegen sei, aber Bäume, farbenfrohe Blumen und Spielgeräte für Kinder sowie Bänke seien geplant, erklärt er.

Bei der Neugestaltung des Platzes will sich auch die Immobiliengesellschaft finanziell beteiligen: „DC Commercial wird maximal 500 000 Euro für die Platzgestaltung beisteuern“, berichtet Martin Seemann, „jetzt müssen wir nur noch sehen, wie wir die einsetzen.“

Wo Trafo-Station und Stromkasten nach dem Abriss wieder neu aufgebaut werden, ist bisher unklar. „DC Commercial hat in dem Gebäude auch eine Fläche für die Energieversorgung vorgesehen. Jetzt muss von uns zusammen mit der EVS geprüft werden, ob unsere Station dort integriert werden kann.“ Ortsbeiratsvorsitzender Kay Abeling schlug vor, den Trafo möglicherweise unterirdisch unterbringen zu können, auch das will Bauleiter Martin Seemann prüfen lassen.

Die neuen Toiletten, Herren-, Damen- und Behinderten-WC sowie ein Wickelraum, sind auf der linken Seite des Neubaus eingeplant und haben einen öffentlichen und barrierefreien Zugang (siehe Grafik). Die Toiletten auf dem Platz werden laut Ortsbeirat stark frequentiert, da sie die einzigen öffentlichen Toiletten in der Innenstadt sind. Die beiden angestellten Damen, die bisher für die Reinigung der Räume zuständig waren, werden auch in dem Neubau dafür zuständig sein.

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 29.Nov.2014 | 05:55 Uhr

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