Westerland : Bastianplatz: Wohnen mit viel Qualität

Der Siegerentwurf der Architekten Sprenge/von der Lippe überzeugte die Jury durch die gelungene Aufteilung und großzügige Freiflächen.
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Der Siegerentwurf der Architekten Sprenge/von der Lippe überzeugte die Jury durch die gelungene Aufteilung und großzügige Freiflächen.

Gremien geben grünes Licht für die Schaffung von 114 Wohnungen / Konzept soll am 27. Juli im Rathaus-Foyer öffentlich vorgestellt werden

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21. Juli 2012, 07:47 Uhr

Westerland | Zwölf Sitzungen hat der "Arbeitskreis Bastianplatz" gebraucht, um aus einem Sportplatz - vorerst auf dem Papier - ein attraktives Wohnquartier für 104 Mieter und zehn Hauseigentümer zu machen. Das Ergebnis der zweijährigen Arbeit wurde am Donnerstag drei Gremien der Gemeinde Sylt vorgestellt, die einstimmig grünes Licht gaben, die Pläne zum Bau des dringend benötigten Dauerwohnraums in die Tat umzusetzen.

Danach sollen auf dem ehemaligen Sportplatz mitten in Alt-Westerland 114 neue Wohnungen entstehen sowie der Lebenshilfe Sylt die Möglichkeit zur Erweiterung und dem Anglerverein zum Bau eines Vereinsheims gegeben werden. Grundlage für die Aufteilung und Gestaltung der Bebauung wird der Entwurf der Architektengemeinschaft Sprenge/von der Lippe (Hamburg/Hannover) sein, die im Juni einstimmig als Sieger aus dem vom Arbeitskreis initiierten Wettbewerb hervorgegangen sind, zu dem fünf Architekten eingeladen wurden. Nach Ansicht der Jury bietet deren Entwurf die städtebaulich beste Aufteilung der unterschiedlichen Teilbereiche, deren Schwerpunkt 56 klassische Mietwohnungen des Kommunalen Liegenschafts-Management sowie ein Genossenschaftsprojekt mit 48 Einheiten (siehe Artikel rechts) bilden. Hinzu kommen Flächen für die Lebenshilfe, den Anglerverein sowie zehn Reihenhaus-Scheiben auf Erbpachtbasis.

Projektleiter Christian Hinz (Inselbauamt) rechnete vor, dass auf dem 1,6 Hektar großen Areal in zwei- bis dreigeschossiger Bauweise rund 7 200 Quadratmeter Wohnfläche (ohne Lebenshilfe) sowie attraktive Freiflächen entstehen. Dem Vorschlag, die Bebauung noch mehr zu verdichten, hielt Westerlands Ortsbeiratsvorsitzende Ursula Lunk-Lorek (SWG) entgegen: "Wir wollen den Platz nicht wie ein Investor zupflastern, sondern auch Wohnqualität schaffen." Einer Schätzung von KLM zufolge würden die eigenen Mietwohnungen 6,9 Millionen Euro kosten, die 48 Genossenschaftswohnungen 6,8 sowie die zehn Hausteile 2,8 Millionen. Die Höhe der Mieten wie auch die genaue Gestaltung der Häuser und Freiräume wird in der weiteren Planung erarbeitet.

Während die Kommunalpolitiker vor allem darüber diskutierten, ob 158 Pkw-Stellplätze (zumeist als sogenanntes Split-Level-Geschoss der Wohnhäuser) ausreichen, sprach Kay Abeling (CDU) einen der Schwachpunkte des Konzeptes an: "Hier haben wir die Chance, ein zukunftsweisendes Energiekonzept umzusetzen und nicht nur das, was uns das Gesetz vorschreibt."

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