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Interview : Ballett unterm Sylter Himmelszelt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Am 14. Juli findet auf Sylt eine Open-Air-Aufführung des Verdens-Ballett statt. Wie Jens-Christian Wandt auf diese Idee kam, erzählt er im Interview.

Ein kulturelles Ereignis von Rang kündigt sich für den Sommer an: Am 14. Juli findet auf dem weitläufigen Areal des Keitumer Hotels Benen-Diken-Hof eine Aufführung des Verdens-Ballett statt. Mit dem Initiator Jens-Christian Wandt reisen dann einige der besten Solo-Tänzer der Welt auf die Insel, um Ballett-Partien in Vollendung zu zeigen.

Damit ist das Verdens-Ballett, dessen Darbietungen auch vom dänischen Königspaar schon mehrfach besucht wurden, zugleich erstmalig außerhalb der Grenzen Skandinaviens zu sehen. Just verbrachte Jens-Christian Wandt einen Arbeitsurlaub im Benen-Diken-Hof. Sylter Rundschau-Autor Frank Deppe nutzte die Gelegenheit zu einem Interview mit dem dänischen Opernsänger.

Herr Wandt, was verbirgt sich hinter dem Verdens-Ballett?
Es ist eine kulturelle und zugleich entspannte Open-air-Veranstaltung, deren Programm sich aus einem Repertoire des klassischen und zeitgenössischen Balletts sowie Szenen und Arien aus bekannten Opern zusammen setzt.

Nun ist eine Ballett-Aufführung für viele Sylter und Gäste sicherlich Neuland. Soll der Charakter des Verdens-Balletts auch einen Anreiz schaffen, solche Besucher zu gewinnen, die sich bislang nicht sonderlich für Ballett interessiert haben?
Ganz genau. Das Ambiente ist nicht steif, sondern sommerlich-entspannt, wozu das Open-air seinen Teil beiträgt. Ich werde die Aufführung ebenfalls locker und humorvoll moderieren. Von den vergangenen Darbietungen weiß ich, dass sie Kenner wie Neulinge gleichermaßen in ihren Bann gezogen haben.

Ein gutes Stichwort. Wie entstand das Verdens-Ballett?
Ein Freund in Dänemark gab seinerzeit den Anstoß, als er in dem Park seines Anwesens eine Ballett-Aufführung unter freiem Himmel plante und mich um Unterstützung bat. Daraus erwuchs das Verdens-Ballett: Seit 2008 agieren einmal im Jahr internationale Star-Solisten, die normalerweise nur auf den besten Ballettbühnen der Welt zu sehen sind. Dies aber bislang nur in Dänemark, Schweden und Norwegen.

Und warum nun auch auf Sylt?
Ein Freund verbrachte hier seinen Urlaub und sagte: Da musst du unbedingt auch mal hin. Im Herbst 2014 habe ich mich dann für eine Woche in Kampen einquartiert. Während dieser Zeit bekam ich den Tipp, mir doch mal den Benen-Diken-Hof und die angrenzende Freifläche anzuschauen. Ich war sehr angetan und habe mit dem Besitzer Claas-Erik Johannsen gesprochen, der sich gleich für die Idee erwärmen ließ.


Die Vorbereitungen laufen sicherlich schon auf vollen Touren...
...und das seit dem vergangenen Sommer. Es gilt ja, logistisch sehr viel vorzubereiten. Am 14. Juli wird dann die Bühne vor der Kulisse des historischen Friesenhauses am Benen-Diken-Hof stehen, 800 Plätze werden bestuhlt und dazu Kulinarik-Zelte platziert sein.


Auf welche Akteure darf sich das Publikum freuen?
Unter anderem auf den Briten Xander Parish, einem der besten Balletttänzer der Welt, auf Steven McRae vom Royal Ballet London, Andrea Pellegrini von der Königlichen Oper Kopenhagen, Marian Walter und Iana Salenko vom Staatsballett Berlin sowie auf Mitglieder des Bundesjugendballetts.

Wird es das Verdens-Ballett am 14. Juli erst- und einmalig in Deutschland geben?
Bei entsprechender Resonanz würde ich mir schon eine Fortsetzung 2017 auf Sylt wünschen. Aber es wird bei Sylt bleiben, denn Aufführungen weiter südlich in Deutschland wären dann doch zu aufwändig.

Eine ganz andere Frage: Sie sprechen sehr gut deutsch, wie kommt das?
Ich habe eine siebenjährige Ausbildung an der Musikhochschule Hamburg absolviert. Danach sang ich als Bariton an der Hamburger Staatsoper, später dann als Tenor auf internationaler Ebene.

 




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