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Die Schranken bleiben unten : Bahnübergänge im Inselosten gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Einen Monat lang müssen in Archsum und Morsum fast alle Schranken geschlossen bleiben.

Wegen der umfangreichen Bauarbeiten an den Gleisanlagen auf Sylt müssen mit Beginn der zweiten Märzwoche fast alle Bahnübergänge im Inselosten gesperrt werden. Vor allem in Morsum, aber ebenso in Archsum und Keitum, kommt es einen Monat lang zu Einschränkungen, die insbesondere den Autofahrer betreffen. Ab Montag, dem 6. März, bis einschließlich Sonntag, den 2. April, ist der Bahnübergang nahe des Bahnhofs Morsum für sämtliche Kraftfahrzeuge voll gesperrt, teilte Deutsche Bahn-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis mit. Der Grund der Sperrung ist ein Umbau der technischen Anlagen: Statt wie bisher mit Schranken über beide Fahrspuren wird der Übergang künftig mit automatisch gesteuerten Halbschranken sowie mit Lichtzeichen in gelb und rot gesichert. Außerdem soll die Fahrbahn dort auf 5,50 Meter verbreitert und ein 1,80 Meter breiter Gehweg geschaffen werden. Insgesamt investiert die Bahn mehr als eine dreiviertel Million Euro allein für die Maßnahme, hinzu kommt ein Zuschuss der Gemeinde Sylt von knapp 100  000 Euro für den Straßenbau. Während der Bauphase bleibt der Bahnübergang jedoch für Fußgänger und Radfahrer passierbar.

Ebenfalls einen Monat lang nicht genutzt werden können zwei Schrankanlagen in Richtung Archsum: Dies betriff den Bahnübergang Mööswai an der Straße Holm beim Kühl-Hof am westlichen Morsumer Ortsausgang und den Übergang Reitkoog an der Straße Heleeker in Archsum. Beide müssen wegen neuer Verkabelung und einer Anpassung der Technik zum neuen Stellwerk in Keitum voll gesperrt werden. Offen für jeglichen Verkehr bleibt allerdings der Bahnübergang Gremsgöör, der die Straßen Gurtmuasem sowie Norderende verbindet und zum „Pfauenhof“ in Archsum führt. Dort soll während der Bauzeit vom 6. März bis zum 2. April eine Hilfsschrankenanlage installiert werden.

Die einmonatigen Sperrungen der drei Bahnübergänge haben weitreichende Folgen für den Autoverkehr: Wer aus Westen oder Süden kommend in den nördlich der Gleise gelegenen Teil Morsums möchte, kann ausschließlich über die Eisenbahnbrücke am Nösistich fahren. Der Weg über den Übergang Gremsgöör ist nicht möglich, weil dort Norderende als Einbahnstraße endet. Eine Änderung der Verkehrsführung sowie eine zeitweise Freigabe der für den normalen Fahrzeugverkehr gesperrten Straße durch die Felder nördlich der Bahnstrecke bis nach Keitum ist laut Auskunft des zuständigen Ordnungsamtes der Gemeinde Sylt nicht vorgesehen.


Einschränkungen auch in Keitum und am Königskamp


Einschränkungen wird es außerdem am Bahnübergang an der Kreisstraße 117 in Keitum (siehe Foto oben) geben. Zwar bleibt die Anlage während der Bauarbeiten grundsätzlich offen, allerdings werden vom 21. bis zum 26. März Sicherungsposten im Einsatz sein, die den Verkehr regeln. Bereits am Sonnabend, 4. März, wenn wegen der fast 20-stündigen Streckenarbeiten auf den Sylter Gleisen gar nichts mehr fährt (wir berichteten), wird ab zirka 18.30 Uhr auch der Bahnübergang Königskamp voll gesperrt. Dort müsse der Straßenbelag aufgenommen und nach den bereits durchgeführten Weichenerneuerungen der Schotter nochmals gestopft werden. Weil der Asphalt erst zu Wochenbeginn angeliefert wird, dauert die Sperrung voraussichtlich bis Montag, den 6. März.

Aufgrund der Gleisbauarbeiten im Bereich des Keitumer Bahnhofs kommt es am ersten März-Wochenende sowie in den Nächten bis Mittwoch, 8. März, zu Belästigungen durch Lärm und Staub – im Einsatz seien unter anderem Schotterpflüge, Rüttler sowie Trennschneider. „Wir werden aber alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, kündigte DB-Sprecher Meyer-Lovis an.

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erstellt am 27.Feb.2017 | 05:39 Uhr

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