Nachprüfungsantrag von NOB und Abellio : Bahnstrecke Hamburg-Sylt: Der Kampf geht weiter

Die Nord-Ostsee-Bahn gibt die Strecke von Hamburg nach Sylt noch nicht verloren.
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Die Nord-Ostsee-Bahn gibt die Strecke von Hamburg nach Sylt noch nicht verloren.

Nach der Vergabe an die DB-Regio geben sich die unterlegenen Anbieter noch nicht geschlagen.

shz.de von
29. Juli 2015, 18:35 Uhr

Kiel | Der Kampf um die Bahnstrecke von Hamburg nach Sylt geht weiter.Nachdem sich der Kieler Landtag Mitte Juli für eine Vergabe des sogenannten Bahnnetzes West an die Bahn-Tochter DB Regio ausgesprochen hatte, haben die unterlegenen Anbieter Nord-Ostsee-Bahn (NOB) und Abellio einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer Schleswig-Holstein gestellt. Mit einer rechtskräftigen Entscheidung werde Mitte September gerechnet, sagte am Mittwoch der Pressesprecher des Verkehrsministeriums, Harald Haase.

Derzeit betreibt die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) das Bahnnetz West. Auf der 238 Kilometer langen Bahnstrecke Hamburg-Westerland sind täglich etwa 18.000 Fahrgäste unterwegs. Die Fahrt dauert knapp drei Stunden und kostet fast 30 Euro.

Der Verkehrsverbund NAH.SH hatte die Vergabe an DB Regio empfohlen. Geschäftsführer Bernhard Wewers hatte den Antrag von NOB und Abellio in einer vorausgegangenen Pressemitteilung als „bei derartigen Ausschreibungen üblich“ bezeichnet.

Die Neuvergabe bringt nach Angaben von Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) eine Reihe von Verbesserungen.

Künftig fahren demnach zwei Sprinterzüge sonnabends und sonntags morgens von Hamburg nach Westerland und nachmittags wieder zurück. Sie verkehren zwischen Oster- und Herbstferien und brauchen 20 Minuten weniger für die Strecke.
Zu besonders nachgefragten Fahrzeiten stünden künftig mehr Sitzplätze zur Verfügung, sagte Meyer. Außerdem soll es eine Verbesserung der Anschlüsse zur RB62 zwischen Heide und Itzehoe geben. Der RE6 hält weiterhin siebenmal in Glückstadt.
Die DB Regio will auch weiter mit den Reisezugwagen fahren, die bereits seit Dezember 2005 zwischen Hamburg und Westerland unterwegs sind. Nah.sh will an den Fahrzeugen die Barrierefreiheit verbessern sowie Steckdosen, WLAN und Monitore für die Anzeige von Echtzeitinformationen nachrüsten.

Die Bahn-Tochter soll das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt haben. Schleswig-Holstein soll dadurch mehrere Millionen Euro pro Jahr sparen.

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