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Autozug nach Sylt : Bahn lässt Autofahrer am Niebüller Terminal zurück

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Große Verwirrung an der Niebüller Autoverladung: Der Rückstau auf der Bundesstraße 5 reicht weit über Risum-Lindholm hinaus.

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erstellt am 01.Okt.2017 | 18:39 Uhr

Niebüll/Sylt | „Wir fahren solange, bis alle weg sind“ – das alte Motto des Autozuges gilt offenkundig nicht mehr. Bei der Anreise nach Sylt kam es am späten Sonnabend zu einem langen Rückstau auf der Bundesstraße 5 weit über Risum-Lindholm hinaus. Hamburger Sylt-Gäste berichteten, dass sie aufgrund des 20 Kilometer langen Staus auf der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal insgesamt sechs Stunden bis zum Kreisverkehr an der Niebüller Autoverladung gebraucht hatten.

Gegen 22 Uhr meldete der Verkehrsfunk der NDR-Welle Nord, dass noch ein letzter Sonderzug um 22.15 Uhr fahren würde. Die Wartenden im Stau auf der Niebüller Bäderstraße zwischen der B5 und dem Kreisverkehr konnten sich ausrechnen, dass ein einziger Autozug diese Menge an Pkw nicht aufnehmen würde. Viele warfen die Flinte ins Korn, suchten sich einen Parkplatz am Niebüller Bahnhof und stiegen in den Personenzug nach Sylt.

Zahlreiche Autofahrer kritisierten, dass die Deutsche Bahn sie nicht mit Informationen über den Verkehr am Syltshuttle versorgt hat. Weder auf der Homepage des Syltshuttles noch in der Smartphone-App habe es einen Hinweis auf Wartezeiten und Sonderzüge gegeben. Die Telefonhotline sei nicht zu erreichen gewesen, von Ansprechpartnern vor Ort ganz zu schweigen.

Vielleicht hätten einige Autofahrer noch Geduld aufgebracht, wenn sie gewusst hätten, dass die Bahn noch weitere Autozüge eingesetzt hat. Ein Bahn-Sprecher der Berliner DB-Zentrale berichtete shz.de am Sonntag, dass es drei Sonderzüge zu Abfahrtszeiten um 21.15 Uhr, 23. 15 und 0.13 Uhr gegeben habe. Nicht alle wartenden Pkw hätten vom Syltshuttle befördert werden können. Die Zahl der vergeblich anstehenden Autos habe „im unteren zweistelligen Bereich“ gelegen.

Der normale DB-Fahrplan sieht am Sonnabend Verladeschlusszeiten in Niebüll bis 21.05 Uhr vor. Bis zum 16. September hatte DB-Konkurrent RDC noch einen späten Autozug im Angebot, der  donnerstags, freitags und samstags um 22 Uhr in Niebüll startete. Der Spätzug wurde aber  mangels Nachfrage eingestellt.

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