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Sylter Rundschau

18. Oktober 2017 | 11:29 Uhr

B-Pläne für Wohnungsbau

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bauausschuss bringt Bebauung gemeindeeigener Grundstücke auf den Weg

von
erstellt am 13.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Um im kommenden Jahr mit dem Bau möglichst vieler Wohnungen beginnen zu können, hat der Bauausschuss im Rahmen des Projektes „500+“ am Montag drei Bebauungsplan-Änderungen auf den Weg gebracht. Eine vierte wurde wegen eines Versehens vertagt.

Laut insularem Wohnungsmarktkonzept werden allein in der Gemeinde Sylt 2 193 neue Dauerwohnungen benötigt, 1 210 davon in Westerland. Aus diesem Grund hat die Politik beschlossen, bis 2018 mindestens 500 Wohnungen zu bauen. Neben den beiden großen Projekten in der Wohnsiedlung Süd sowie auf dem Bastianplatz sollen von KLM zunächst vorrangig Grundstücke bebaut werden, die der Gemeinde gehören und baurechtlich leicht zu realisieren sind. Auf den Grundstücken, für die jetzt die Änderung der B-Pläne ausgelegt werden soll, könnten zeitnah bis zu 75 neue Wohnungen entstehen. Sorgen machten sich einigen Politikern lediglich wegen der deutlich erhöhten Grundstücksausnutzung. Die Befürchtung, dass diese womöglich zu ähnlichen Ansprüchen benachbarter Grundeigentümer führen könnte, konnte Bauamtsleiter Martin Seemann jedoch entkräften, da es bei der Bauleitplanung um das große öffentliche Interesse gehe, bezahlbaren Dauerwohnraum zu schaffen. Dem trage man „mit Augenmaß auf die Umgebung hin“ Rechnung, ohne an die laut Baugesetz erlaubte Obergrenze zu gehen.

Bei den neu überplanten Flächen handelt es sich um das 5 400 Quadratmeter große Grundstück nördlich des Schulzentrums, auf dem 20 bis 25 Wohnungen entstehen sollen. Für einen Teil davon erhält der Schulverband das Belegungsrecht. Ebenso viele Wohnungen sind auf der 3 200 Quadratmeter großen Grünfläche am Bahnweg, Ecke Friesische Straße, geplant. Drittes Projekt ist das ehemalige Ida-Ehre-Haus der AWO am Kirchenweg, in dem 24 seniorengerechte Wohnungen geplant sind, sowie das benachbarte Grundstück des Jugendzentrums, das perspektivisch mit 15 Wohnungen bebaut werden könnte.

Nochmal überarbeitet werden muss hingegen die Planung für das von der Firma Jacobsen an die Gemeinde verkaufte Grundstück am Hoyerweg. Firmeninhaber Peter-Christian Jacobsen wies den Ausschuss darauf hin, dass die geplanten zehn Wohneinheiten in zweigeschossiger Bauweise gegen vorherige Absprachen verstoßen würden. Er habe der Gemeinde 1 250 Quadratmeter seines Firmengeländes für lediglich 150 Euro/Quadratmeter verkauft, damit dort sechs Hausscheiben entstehen können, nachdem die Betriebsstätte ins Gewerbegebiet verlegt wurde. Nachdem die Kritik von mehreren Teilnehmern der Kaufverhandlungen bestätigt wurde, wurde die B-Plan-Entscheidung vertagt.

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