zur Navigation springen

Teilzeit-Besetzung : Außen Baustelle, innen Flickschusterei

vom

Gestern wurde bekannt, dass ein kommissarischer Teilzeit-Direktor aus Emmelsbüll- Horsbüll die Leitung der Grundschule Am Nordkamp übernehmen soll. Außerdem fehlt eine Woche vor dem Ferienende immer noch eine Kraft für 20 Unterrichtsstunden pro Woche.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2008 | 06:57 Uhr

Westerland | Zweieinhalb Tage in Emmelsbüll-Horsbüll, zweieinhalb Tage in Westerland. So stellt sich Schulrätin Margrit Geißler den künftigen Arbeitsrhythmus von Hans-Peter Krebs vor. Er wird übernächste Wochen zusätzlich zu seinem Schulleiterposten auf dem Festland kommissarisch die Direktorenstelle der Grundschule Am Nordkamp übernehmen. Das erfuhr der Schulträger, die Stadt Westerland, jetzt auf telefonische Nachfrage aus dem Husumer Schulamt.
Geißler ist voll des Lobes

Dort ist Geißler voll des Lobes für den "sehr kompetenten und fähigen Kollegen", dem man es gar nicht hoch genug anrechnen könne, dass er sich zur zusätzlichen Übernahme dieser Position bereit erklärt habe: "Herr Krebs hat auch in Niebüll schon mal eine zweite Grundschule geleitet und das funktionierte wunderbar."

Ganz so wunderbar findet man die Entscheidung - unabhängig von der Person des auf Sylt bisher unbekannten Aushilfs-Direktors - in Westerland allerdings nicht: Bürgermeisterin Petra Reiber ärgert sich darüber, erst auf telefonische Nachfrage von der Besetzung erfahren zu haben, fürchtet um den guten Ruf der Nordkamp-Schule ("Den müssen wir unbedingt schützen") und kritisiert den inzwischen entstandenen Zeitdruck: "Übernächste Woche beginnt die Schule wieder und bisher sind nicht mal Stundenpläne gemacht worden." Dazu bestätigt Nordkamp-Lehrerin Silke Woldt, die Krebs als Stellvertreterin zur Seite stehen soll, dass die Stundenpläne sonst schon am Anfang der Ferien aufgestellt gewesen seien. Unabhängig von der Besetzung des Leitungspostens fehlt dazu aber auch noch eine weitere Lehrkraft: Da der Schulleiter nur die Verwaltungsaufgaben erledigen, aber nicht unterrichten wird, sind zurzeit rund 20 Stunden pro Woche noch offen.
Die Dauer der Übergangslösung ist offen

Wie lange die Übergangslösung gelten soll, ist laut Geißler offen: "Was prinzipiell und langfristig passiert, ist Sache des Ministeriums und des Schulträgers." Krebs richtet sich, wie er auf Nachfrage unserer Zeitung sagt, darauf ein, die Funktion für etwa ein Jahr zu übernehmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen