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Entschärfung : Auch Rantum will einen Kreisverkehr

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Jetzt bekommt auch die Gemeinde Rantum einen Kreisel: Entstehen soll er im nächsten Frühjahr an der Kreuzung Hafenstraße/L24, um die Verkehrssituation insbesondere für Fußgänger zu verbessern.

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erstellt am 19.Nov.2008 | 09:18 Uhr

Rantum | Keine Linksabbiegerspur, dafür ein Kreisverkehr soll im Frühjahr 2009 an der Einmündung der Hafenstraße zur L 24 entstehen, die sich besonders in den Sommermonaten häufig zum Nadelöhr erweist, wenn vermehrt Fahrzeuge die Zufahrt zur Sylt-Quelle und zum Dorfhotel nutzen. Für diese Variante stimmte die Gemeindevertretung Rantum mit einer Gegenstimme in ihrer Sitzung am Donnerstag.
"Nicht teurer als eine Ampelanlage"

Bereits am 30. September hatte der Bauausschuss bekräftigt, dass die Situation an der Straßenkreuzung insbesondere für Fußgänger gefährlich sei. Um dies zu entschärfen, favorisierte der Ausschuss die Variante des Kreisverkehrs, da sie, so der Vorsitzende Sven-Okke Drath "nicht teurer als eine Ampelanlage" sei.

Auch der Sicherheitsaspekt sei damit abgedeckt: "Das Landesstraßenbauamt hat diese Variante empfohlen", so Bürgermeister Helge Jansen, "weil es die verkehrssicherste Lösung ist." Drath sprach sich für diese Ausgestaltung aus, weil sie auch zur Verkehrsberuhigung beitrage. "Jetzt hat man freie Bahn auf dieser Strecke, da wird schon mal zu schnell gefahren", sagte er. "Der Kreisel ist da eine solide Lösung."
"Ordentliches Angebot für Fußgänger"

John Bourne jun. votierte als Einziger gegen die Maßnahme. Er ist der Ansicht, dass der Kreisel wie 20 Prozent aller Kreisverkehre an der falschen Stelle geplant sei und daher nur für Autofahrer mehr Sicherheit bedeuten würden. "Wenn viele Schulkinder und Radfahrer den Kreisel überqueren müssen, bringt eine Ampelanlage mehr", sagte Bourne. Laut Jansen seien ausreichend so genannte Fußüberquerungshilfen (in der Planskizze rot markiert) vorgesehen, so dass den Fußgängern ein "ordentliches Angebot" gemacht werde. "Ich denke, dass wir hier eine gute und schlanke, das heißt einfache Möglichkeit gefunden haben", so Jansen.

Mit 420 000 Euro ist der Kreisel teurer als geplant (350 000 Euro), die Kosten können vom Amt Landschaft Sylt gedeckt werden, so Jansen. "In den nächsten drei Jahren stehen uns insgesamt 750 000 Euro für den Ausbau der Hafenstraße und des Kreisverkehrs zur Verfügung. Die 420 000 Euro sind absolut gesichert." Der Bau der Hafenstraße schlage zwar mit 1,1 Millionen Euro zu Buche, betreffe die Gemeinde jedoch nur mit 20 bis 25 Prozent, da die Kosten auf die Anlieger umgelegt werden.

Laut Helge Jansen soll im März mit dem Bau des Kreisverkehrs begonnen werden.

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