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Archsumer wollen Familienzuzug – aber in Maßen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 10:36 Uhr

Dass junge Familien das Dorfleben bereichern sollen, von der Vorstellung halten die Archsumer sehr viel. Aber die gesamte Dorfwiese für diesen Zweck auf einen Schlag aufzugeben, um dort Wohnungsbau zu ermöglichen, das wollen die Archsumer nicht. „Wir sehen den Bedarf für sechs Wohneinheiten auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens“, stellte Jürgen Kamp, Ortsbeiratsvorsitzender in Archsum in der jüngsten Sitzung fest. „Ob und wie viel Wohnraum in einem zweiten oder dritten Schritt noch dazu kommt, das können wir jetzt noch nicht sagen.“ Man sei einfach skeptisch, dass tatsächlich viele Familien nach Archsum ziehen wollen, erklärte Jürgen Kamp die Ablehnung des Ortsbeirates, gleich die ganze Dorfwiese zu überplanen. Irgendwo müssten ja die Kinder der zugezogenen Familien auch noch spielen können.

Archsums Dorfwiese war als mögliche Fläche für Wohnraum im Rahmen des KLM-Realisierungsprogramms 500+ in den Fokus gerückt. Dahinter steckt das Ziel, bis 2018 500 neue Dauerwohnungen im Gebiet der Gemeinde Sylt zu schaffen. Die Dorfwiese wäre die einzige Fläche in Sylt-Ost, die in dem ehrgeizigen Plan aufgelistet wird.

Ob die Realisierung von sechs Mietwohnungen mit dem Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM) umgesetzt wird oder mit einem Dritten, wie dem Archsumer Kulturkreis, das ließ der Ortsbeirat am Donnerstag offen. Hintergrund zu der Überlegung, eine Alternative zu KLM zu suchen, ist die Aussage von KLM-Chef Marcus Kopplin. Er machte deutlich, dass die Mieten bei nur sechs gebauten Wohneinheiten deutlich über zehn Euro pro Quadratmeter liegen würden. Da stelle sich die Frage, ob man überhaupt Mieter fände. Bei 18 Einheiten, wie sie in dem Programm 500+ angegeben sind, wäre die Wirtschaftlichkeit dagegen gegeben.


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