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Geburtshilfe auf Sylt : Anzeige gegen die Asklepios-Leitung

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Die Schließung der Geburtshilfe an der Asklepios Nordseeklinik zum 1. Januar hat dem Konzern jetzt eine Strafanzeige eingebracht. Die Eckernförderin Alexandra Bruns zeigte das Unternehmen in Person seines Konzerngeschäftsführers Kai Hankeln und des Sylter Klinik-Leiters Florian Nachtwey bei der Staatsanwaltschaft Flensburg an.

Für Bruns, die bereits in Eckernförde mit dem Verein Geburt e. V. für den Erhalt der Geburtshilfestation gekämpft hatte, soll der juristische Schritt nicht etwa die Sylter Geburtshilfe zurückbringen, sondern der Aufklärung dienen: „Es soll geklärt werden, ob die Unterschreitung der Mindeststandards für die drei Schadensfälle in den vergangenen Jahren ursächlich sind.“ Im Jahr 2010 erlitt ein Kind eine schwere Behinderung unter der Geburt, 2011 und 2012 gab es jeweils einen Todesfall eines Babys. Bruns legt mit der Argumentation ihrer Anzeige nahe, dass sich die Asklepios-Geschäftsführung durch die Tolerierung einer Mangelsituation einer „Organisationsverantwortung“ schuldig gemacht haben könnte. Jetzt will die mehrfache Mutter selbst Licht ins Dunkel bringen: „Das Gesundheitsministerium kann nicht prüfen, die Krankenkassen dürfen prüfen, tun es aber nicht – deswegen die Anzeige.“ In der Zentrale des Asklepios-Konzerns bewerten derweil Juristen den Vorgang und man möchte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stellung nehmen, sagte Konzern-Sprecher Rudi Schmidt.


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