Anja heißt der erste Heuler der Saison und wurde in Hörnum gefunden

Stationsleiterin Tanja Rosenberger füttert Heuler Anja mit püriertem Hering.  .
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Stationsleiterin Tanja Rosenberger füttert Heuler Anja mit püriertem Hering. .

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06. Juni 2014, 12:51 Uhr

„Anja“ heißt der erste Heuler der Saison, der jetzt in der Seehundstation Friedrichskoog aufgezogen wird. Aufgelesen wurde Anja Ende Mai in Hörnum vom Sylter Seehundjäger Claus Dethlefs.

Drei Heuler befinden sich zur Zeit in der Seehundstation. Anja zog gestern um von der Quarantäne-Station in den Aufzuchtbereich. 7,6 Kilogramm bringt sie auf die Waage und bekommt fünfmal am Tag pürierten Fisch. Mal mit Kopf und mal ohne Kopf. Morgens um 6 Uhr gibt’s die erste Mahlzeit. In Friedrichskoog gilt sie als verfressen, da sie hinter den Mitarbeitern herrobbt und nach der Hose schnappt, um kund zu tun, dass sie Hunger hat. Aus dem kleinen frechen Tier werde ein ordentlicher Seehund, sind sich die Mitarbeiter in der Station sicher.

Drei bis vier Tage alt war Anja, als sie in Hörnum von Urlaubern gefunden wurde. Sie habe unter einer Nabelentzündung gelitten, die aber mittlerweile auskuriert sei. Gestern Morgen im Aufzuchtbereich habe sie die Sonne genossen. Sie war ein bisschen länger in Quarantäne, weil man sicher gehen wollte, dass sie sich gut erholt und auskuriert.

Die Heulersaison hat in diesem Jahr etwas später begonnen als sonst. Letztes Jahr gab es schon Mitte Mai die ersten Heulerfunde.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhaltenBeim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:
1. Seehunde nicht anfassen; 2. Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten; 3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.
Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

Spendenkonto der Seehundstation: Sparkasse Westholstein

IBAN: DE 47 2225 0020 0004 0049 49; SWIFT-BIC: NOLADE21WHO.



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