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Nach Bürgermeisterwahl auf Sylt : Angefochtene Wahl: „Pauli ist eine schlechte Verliererin“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nachdem nun bekannt ist, dass die Bürgermeisterwahl angefochten wurde, ärgern sich Sylter Politiker über Wahlverliererin Gabriele Pauli.

Sylt | Das lässt die Stimmung auch knapp sechs Wochen nach der Bürgermeisterwahl auf der Insel noch einmal hoch kochen: Ein Bürger hat die Wahl angefochten, der Kreis Nordfriesland prüft nun, ob bei der Bürgermeisterwahl alles mit rechten Dingen zu ging. Aus welchem Lager der Wahlanfechter kommen muss, da ist sich der größte Teil der Kommunalpolitik recht sicher: „Ich vermute, dass das aus dem Umfeld von Gabriele Pauli kommt“, sagt beispielsweise der SPD–Fraktionsvorsitzende Gerd Nielsen.

Mit dem Verhalten der Politikerin geht er hart ins Gericht: „Vielleicht sollte man Frau Pauli mal einen guten Psychiater empfehlen“, so Nielsen. Sie sei eine wirklich schlechte Verliererin. Selbst Christian Thiessen, dessen Fraktion der Insulaner-Piraten die ehemalige Fürther Landrätin im Wahlkampf unterstützt hat, bewertet die Aktion als „Blödsinn“. Er wisse nicht, wer die Wahl angefochten hat, so Thiessen weiter, und zu welchem politischen Lager der- oder diejenige gehöre. Allerdings habe sich Gabriele Pauli selbst nach der Wahl „mit sehr vielen Fragen zum Thema mögliche Manipulation“ an ihn und seine Mitstreiter gewandt. „Wir haben ihr gesagt, dass sie uns damit nicht kommen muss. Nikolas Häckel hat die Wahl gewonnen – daran besteht überhaupt kein Zweifel.“

Pauli selbst dagegen sagte in der Dienstagsausgabe unserer Zeitung, sie könne verstehen, wenn Sylter die Rechtmäßigkeit der Wahl anzweifeln. Der Wahlvorgang sei nicht „unbedingt klar“ gewesen – so habe es zum Beispiel keine offizielle Benachrichtigung für die Stichwahl gegeben. Am Dienstag wollte sich die Politikerin nicht noch einmal zu dem Vorgang und den Reaktionen darauf äußern.

Das der Wahlvorgang nicht klar gewesen sei – das sieht man in der Kommunalpolitik anders: „Meiner Meinung nach kann es nicht passieren, dass die Wahl für ungültig erklärt wird“, glaubt Wolfgang Jensen, der Fraktionsvorsitzende der CDU. Genauso sieht das auch Erik Kennel: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass bei der Wahl alles richtig gelaufen ist“. Auch wenn bisher nicht offiziell bekannt ist, mit welcher Begründung der ominöse Sylter Bürger die Wahl angefochten hat, ist sich der Fraktionsvorsitzende der Sylter Wählergemeinschaft (SWG) sicher: „Da wird nichts bei rauskommen.“

Die SWG hatte bei der Bürgermeisterwahl gemeinsam mit SPD und SSW den letztendlichen Wahlsieger, den Sylter Nikolas Häckel, unterstützt. Häckel, der momentan noch als Bauamtsleiter in Kronshagen arbeitet, sieht das ganze Geschehen gelassen: „Der Kreis wird das prüfen – aber soweit ich das beurteilen kann, muss ich jetzt nicht unruhig werden.“ An Spekulationen, wer an hinter der Aktion stehen könne, wolle er sich jedoch nicht beteiligen.

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erstellt am 18.Feb.2015 | 05:03 Uhr

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