zur Navigation springen

Amtsgemeinden wollen Lister Schwimmbad erhalten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Gute Nachrichten für den Sylter Norden: Das Amt Landschaft Sylt will ab dem 1. Januar 2017 die Finanzierung der Lister Schwimmhalle übernehmen. Damit wäre die Zukunft des Schwimmsports, der in der einzigen Sylter Sportschwimmhalle mit Süßwasserbecken stattfindet, weiterhin gesichert. „Der Bedarf der Halle ist da“, betonte Amtsvorsteher und Hörnums Bürgermeister Rolf Speth gegenüber unserer Zeitung, „und wir wollen, sollen und müssen dieses Bad einfach erhalten.“


„Gemeinde Sylt kann zwei Bäder nicht finanzieren“


Die Gemeinde Sylt, die derzeit an einem eigenen überdachten Sportbecken an der Sylter Welle baut, beteiligte sich bisher mit rund 75 Prozent an den jährlich knapp 200  000 Euro für den laufenden Betrieb. Diese Finanzierung ist noch bis Ende des kommenden Jahres gesichert, steht danach jedoch auf wackeligen Beinen (wir berichteten). „Die Gemeinde kann zwei Bäder einfach nicht finanzieren“, weiß Ronald Benck, Bürgermeister der Gemeinde List. „Wir haben uns natürlich im Amtsausschuss wiederkehrend über die Finanzierung des Bades unterhalten und uns irgendwann gesagt: ‚Lasst uns das einfach alleine machen.‘“ Sollte sich die Gemeinde Sylt gegen die Weiterfinanzierung ab Januar 2017 entschließen, werden Hörnum, Wenningstedt-Braderup, Kampen und List die kompletten Kosten von 150  000 Euro übernehmen.

Außerdem ist ihnen die Eigentümerin der Halle, die Nordsee College Sylt GmbH (NCS) entgegen gekommen, so Benck: „Uns wurden zwei Drittel der Pacht erlassen, das heißt, wir müssen jetzt noch insgesamt 50  000 Euro für ein Trafohäuschen zahlen, das für den Betrieb des Schwimmbads verwendet wird.“

Ronald Benck freut sich über die Entwicklung. „Es war wirklich ein großer Wunsch von mir, dass die Schwimmhalle nicht verschwindet“, sagt er glücklich. Nicht nur im Inselnorden habe es schon lange Versuche gegeben, das Schwimmbad zu erhalten, auch Unterschriftenlisten lagen aus. „Die große Unbekannte war für uns nur die Gemeinde Sylt und die Finanzierung, die wir jetzt selbst in die Hand nehmen können.“ Als neue Trägerin der Schwimmhalle sei derzeit die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Gespräch. Bisheriger Träger waren der TSV Westerland, DLRG und TV Keitum. „Die DLRG hat bereits Bereitschaft signalisiert“, so Benck. Der Lister Bürgermeister ist davon überzeugt, dass sich das Bad auch neben dem neuen Becken in der Sylter Welle, das mit Salzwasser gefüllt wird, durchsetzen wird.

Die Vertreter der Amtsgemeinden müssen in ihren kommenden Sitzungen dem Finanzierungsplan noch zustimmen, außerdem wird im Amtsausschuss darüber abgestimmt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen