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Geschlossen : Amtsgebäude: Reiber schließt die Türen zu

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Seit gestern ist die Amtsverwaltung in Keitum geräumt. Die Mitarbeiter ziehen im Zuge der Zusammenführung der Inselverwaltung nach Westerland. Was in Zukunft mit dem Gebäude passiert, ist noch offen. Sylts Bürgermeisterin Petra Reiber will es als Dauerwohnraum für Insulaner nutzen.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2009 | 06:53 Uhr

Keitum | Gähnende Leere und nur hier und da noch ein paar aufeinander gestapelte Kartons oder abgebaute Möbelstücke - keine Frage: die Räume im Verwaltungsbau des Amt Landschaft Sylt in Keitum versprühten gestern Mittag so etwas wie Endzeitstimmung. Entsprechend war Joachim Rück die Wehmut schon anzumerken, als der Abteilungsleiter und büroleitende Beamte des Amtes Landschaft Sylt einen wirklich allerletzten, kurzen Rundgang durch das Erdgeschoss des weiß geklinkerten Gebäudes in der C.-P. Hansen-Allee mit der Hausnummer neun wagte.
Am Anfang waren es gerade mal zwölf Mitarbeiter

Seit 1963, also stolze 46 Jahre, sei das Gebäude genutzt worden, wusste Rück aus der Historie zu berichten. In der Anfangszeit hätten gerade einmal zwölf Mitarbeiter in dem Gebäude gearbeitet.

Seit gestern nun steht selbiges zunächst einmal leer. Im Zuge der Zusammenlegungen zur Inselverwaltung Sylt ziehen die letzten 45 Mitarbeiter, die bis dato noch in Keitum untergebracht waren, nach Westerland und finden dort im Rathaus eine neue Heimat.

"Ich bin froh, dass wir es geschafft haben, noch rechtzeitig einen Tag vor der konstituierenden Sitzung der neuen Gemeindevertretung Sylt die Zusammenführung der Verwaltung nun endlich abgeschlossen zu haben", erklärte Sylts Bürgermeisterin Petra Reiber, die im Beisein von Rück und Rolf Speth (Bürgermeister in Hörnum und Vorsitzender des Amtsausschusses) die Amtstüren endgültig verschloss.
Nichtnutzung wäre eine Sünde

Was künftig mit dem Gebäude passieren werde - dazu wollte sich Reiber am Mittwoch in Keitum noch nicht abschließend äußern: "Über die endgültige Nutzung ist noch keine Entscheidung gefallen. Eines aber ist sicher: Der Verkauf von gemeindeeigenem Grund und Boden kommt nicht in Frage." Gleichwohl: Planungen für die Nutzung des Gebäudes gebe es durchaus , erläuterte Reiber. Es sei angedacht, dass in dem nun ehemaligen Amtssitz Dauerwohnraum entstehe. "Das Gebäude ist allein schon wegen seiner Lage absolut dazu prädestiniert. Zunächst müssen wir allerdings erst einmal die Bausubstanz überprüfen und gucken, wo wir vielleicht ran müssen. Es wäre aber eine Sünde, wenn wir diese Räumlichkeiten künftig nicht weiter nutzen würden."
Wo erledigen Keitumer künftig ihre Behördengänge?

Ebenfalls noch nicht abschließend geklärt ist, wo die Keitumer Bürger nach der Schließung des Amtes künftig ihre Behördengänge erledigen können. " Eine separate Servicestelle von der Art eines Bürgerbüros ist für Keitum momentan eigentlich nicht vorgesehen. Es sei denn, die Kurverwaltung würde sich vielleicht diesem Aufgabenbereich annehmen", sagte Reiber.

Möglich sei allerdings auch, eine Servicestelle für Insulaner bei der Sylt Tourismus-Service GmbH mit unterzubringen, die von der Verwaltung dann aber nur zeitweise besetzt wäre. Über die genaue Umsetzung "will der Ortsbeirat sich noch austauschen und beraten", informierte Reiber.

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