Noch eine Woche bis zur Stichwahl : „Am Sonntag wählen gehen“

Die Kandidaten Gabriele Pauli (li.) und Nikolas Häckel: Wer schließlich wem zum Sieg gratuliert, entscheidet sich am 11. Januar
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Die Kandidaten Gabriele Pauli (li.) und Nikolas Häckel: Wer schließlich wem zum Sieg gratuliert, entscheidet sich am 11. Januar

Bürgervorsteher Peter Schnittgard ruft alle Bürger der Gemeinde Sylt zur Teilnahme am zweiten Wahlgang auf

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05. Januar 2015, 06:00 Uhr

Eine Woche vor der entscheidenden Stichwahl um den Posten des zukünftigen Sylter Bürgermeisters fordert Peter Schnittgard (CDU) alle Bürger auf, auf jeden Fall ihr Wahlrecht wahrzunehmen und ihre Stimmen abzugeben. „Es ist eine überaus wichtige Entscheidung für die nächsten Jahre“, sagt der Bürgervorsteher der Gemeinde Sylt. „Für immerhin sechs lange Jahre, in denen es gilt, negative Entwicklungen zu stoppen und positive Entscheidungen auf den Weg zu bringen.“

Er verstehe sehr gut, so Schnittgard, dass eine neue Entscheidung insbesondere denjenigen Bürgern schwer falle, derenFavoriten im ersten Wahlgang gescheitert seien. „Das sind ja immerhin 42 Prozent aller, die gewählt haben. Da muss sicher neues Vertrauen, müssen auch neue Sympathien aufgebaut werden. Und da muss so mancher über Alternativen nachdenken, die zuvor vielleicht nicht in Frage kamen.“ Die Wahlbeteiligung von 53,5 Prozent am 14. Dezember sei nur auf den ersten Blick vermeintlich gering gewesen. „Zwar hätte auch ich mir eine höhere Beteiligung gewünscht, aber mehr war wohl nicht zu erwarten.“ Dennoch sei mit den immerhin knapp 7  000 gültigen Stimmen das große Interesse des Souveräns an einer Direktwahl des Bürgermeisters, die es ja auf Sylt noch nicht so lange gebe, sehr deutlich geworden. „Aber für den nächsten Sonntag könnten das gut und gerne einige hundert Gramm mehr werden“, hofft Bürgervorsteher Schnittgard.

Durch die große mediale Aufmerksamkeit stehe Sylt deutschlandweit im Fokus. Das sei zwar für viele ein schwieriger Spagat, findet Schnittgard, habe aber auch sein Gutes. Einerseits käme es dadurch zu größerer Offenheit, zu mehr Diskussionen unter den Insulaner selbst als je bei einer Wahl zuvor. Andererseits würden Problemthemen wie Wohnungsmangel, Geburtshilfe, Altenpflege, touristische und wirtschaftliche Infrastruktur über den Rand der Insel hinaus deutlicher wahrgenommen und korrigierten so den oft einseitigen Blickwinkel auf Sylt.

„Egal, wer die Wahl am Ende gewinnt“, sagt Schnittgard, „das sind die Aufgaben von Verwaltung und Politik in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren. Und ich weiß, die Bürger werden auch nach der Wahl sehr genau auf uns schauen.“ Deshalb verspricht der Bürgervorsteher in Namen aller Gemeinde- und Bürgervertreter in der Selbstverwaltung, nach der Entscheidung am Sonntag nicht abzuwarten, sondern aufeinander zuzugehen. „Wir werden der neuen Bürgermeisterin oder dem neuen Bürgermeister alle Türen zu öffnen, damit die aktive Arbeit schnell und reibungslos beginnen kann.“ Und der Termin dafür stehe auch schon fest, verrät Schnittgard: am Donnerstag, 16. April, wird die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Petra Reiber feierlich im Rathaussaal vereidigt.

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