Polizei auf Sylt : Alles neu in der Westerländer Wache

In der Wache haben die Handwerker das Podest, den Tresen und den Fußboden herausgerissen.
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In der Wache haben die Handwerker das Podest, den Tresen und den Fußboden herausgerissen.

Wegen umfangreicher Bauarbeiten ist der Polizeidienst bis Ostern im Neubau auf dem Hinterhof untergebracht

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16. Januar 2018, 05:36 Uhr

Bauarbeiten auf dem Westerländer Polizeirevier: In der Wache haben die Handwerker das Podest, den Tresen und den Fußboden herausgerissen, jetzt dröhnen die Hammer und Bohrer aus dem Sozialraum. Die beiden Räume an der Vorderseite des 113 Jahre alten Gebäudes werden aktuellen Sicherheitsrichtlinien entsprechend modernisiert – und dabei lassen sich Lärm, Staub und Schutt nicht vermeiden.

„Die Vorbereitung für das Bauprojekt dauerte fast zwei Jahre“, berichtet Revierleiter Dieter Johannsen. Die technischen Details wurden vom Kieler Landespolizeiamt geplant, für die Abwicklung ist das Landesunternehmen GMSH (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein) zuständig. Seit dem 8. Januar sind Bauarbeiter, Tischler und Elektriker von Sylter Unternehmen im Einsatz. In drei Monaten entsteht hier „eine neue, moderne und vor allem sichere Polizeiwache, die allen Ansprüchen genügen wird“, sagt Johannsen. Bis Ostern sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Bis dahin sind die Beamten der Polizeiwache im Neubau auf dem Hinterhof untergebracht, der 2010 für die Unterbringung der Beamten des Bäderdienstes errichtet wurde. Im großen Seminarraum wurden drei Arbeitsplätze eingerichtet. Ein Schild am alten Eingangsportal weist den Weg über den Parkplatz zum hinteren Gebäude. Dort wurde ein großes Schild „Polizeirevier Sylt – Wache“ installiert, das dank Beleuchtung auch bei Dunkelheit kaum zu übersehen ist.

Wenn die Bauarbeiter abgezogen sind, werden die Besucher das Polizeirevier wieder über das alte Portal betreten, das aber mit neuer Videoüberwachung ausgestattet wird. Wie schon bisher gelangt man vom Flur erst dann in den Wachraum, wenn ein Beamter den Türöffner betätigt hat. Im Raum selber wird es auch künftig einen offenen Tresen geben – keine Glasscheibe, die bis zur Decke reicht, mit einem Loch zum Sprechen. „Wir sind auch eine Service-Dienststelle“, erläutert Dieter Johannsen. Das direkte Gespräch zwischen dem Polizeibeamten und dem Besucher, ob er nun Sylter oder Urlauber ist, wird es auch künftig geben.

Das altehrwürdige Gebäude am Westerländer Kirchenweg stammt von 1905 – in dem Jahr zog hier das damalige Amtsgericht ein. 1973 übernahm das Amtsgericht Niebüll die Rechtsprechung für die Insel. In das freigewordene Gebäude zog die Polizei ein, die bis dahin in der Bomhoffstraße untergebracht war. Der große Gerichtsraum dient seither als Polizeiwache. Auf dem Podest thront nicht mehr der Amtsrichter, sondern der diensthabende Polizeibeamte. Die Aufteilung bleibt auch künftig bestehen, weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Nicht betroffen sind die Büros der Polizisten im hinteren Bereich und die der Kripo-Kollegen im Obergeschoss. Die wurden schon in den vergangenen Jahren auf Vordermann gebracht.




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