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Unfall am Flughafen Sylt : Airbus gesichert: Flugbetrieb läuft nach Unfall wieder planmäßig

vom

Bergungsarbeiten bis in die Nacht: Am Sonntagmorgen wurde die Air-Berlin-Maschine von der Landebahn geschleppt.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 13:59 Uhr

Tinnum | Nach der missglückten Landung einer Air-Berlin-Maschine auf Sylt hat das Bundesamt für Flugunfalluntersuchung die Ermittlungen übernommen. Die Air-Berlin-Maschine wurde unterdessen von der Landebahn weggeschleppt. „Der Airbus ist seit heute morgen geborgen. Aktuell laufen an der Piste noch Reinigungsarbeiten, danach kann sie wieder freigegeben werden. Wir gehen zurzeit davon aus, ab der planmäßigen Öffnungszeit wieder mit beiden Bahnen in den Betrieb zu gehen‘‘, Flughafen-Geschäftsführer Peter Douven mit.

Schon gegen sieben Uhr, stand der Airbus vor die Halle 74, berichtete der Sylter Christian Thiessen shz.de. „Das Löschfahrzeug fuhr bereits Richtung Heimat und der Rest der Einsatzkräfte wirkte, als ob sie schon eingepackt hätten.“

 

Laut Flugplan wurde am Sonntagmorgen je eine Flug von und nach Düsseldorf gestrichen. „Bereits gestern war klar, dass dies zu früh sein wird“, sagte Douven auf Nachfrage von shz.de. Weitere Flüge sollen demnach stattfinden. Von  Air-Berlin-Sprecher Ralf Kunkel hieße es: „Das Flugzeug wurde heute Nacht mit schwerem Bergungsgerät auf eine Außenbahn des Flughafens gezogen. Dort wird die Maschine derzeit untersucht. Der Flug AB6880 von Düsseldorf nach Sylt musste gestrichen werden, da der Flughafen heute früh noch geschlossen war. Die weiteren heutigen Sylt-Flüge der airberlin (A6882 und A6884 ab Düsseldorf) sollen wie geplant stattfinden.“

Foto: Screenshot Flughafen Sylt Homepage

An den Bergungsarbeiten waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt. Neben der Sylter Flughafen-Feuerwehr, den Feuerwehren Tinnum und Westerland, dem Deutschen Roten Kreutz, der Polizei und der Deutschen Lurftrettung kam auch die Hamburger Flughafen-Feuerwehr zum Einsatz.

Für die Einsatzkräfte war es ein lange Einsatz. Bis in die Nacht hinein arbeiteten sie, um die Air-Berlin-Maschine zu befreien.

Zur Bergung wurden Gummimatten verlegt, auf denen die Maschine vom Feld gezogen werden konnte.

Zur Bergung wurden Gummimatten verlegt, auf denen die Maschine vom Feld gezogen werden konnte.

Foto: Syltpress/Barth
 

„Nach einer arbeitsreichen Nacht, haben es die Hamburger Kameraden geschafft den Flieger wieder auf festen Boden zu bekommen. Jetzt wird nur noch die Start- und Landebahn gereinigt und dann kann der Flugbetrieb wieder losgehen. Liebe Kameraden aus Hamburg, vielen Dank für eure Unterstützung ihr habt einen tollen Job gemacht“, resümierte die Feuerwehr Westerland am Sonntagmorgen;

 

Zum Hintergrund: Am Samstagmorgen kam es zuvor auf dem Flughafen Sylt gegen 8.30 Uhr zu einem Zwischenfall. Eine Air-Berlin-Maschine schoss über die östliche Landebahn Richtung „Alte Wache“ hinaus und kam auf einer Wiese zum Stehen. Der Airbus mit der Flugnummer AB6880 kam aus Düsseldorf. Verletzt wurde niemand.

 

Allerdings blockierte die Maschine vom Typ Airbus A320 seit dem Vorfall die Hauptpiste des Flughafens auf der Ferieninsel. Der Flugbetetrieb wurde eingestellt. Auch am Sonntag ist laut der Internetseite des Flughafens bereits eine Verbindung gestrichen worden.

Die Maschine stand nach Angaben des Sprechers seit dem Vorfall auf dem Rasen hinter der Landebahn. Aufgrund des andauernden Regens sei die Maschine über Nacht noch weiter in das nasse Erdreich abgesackt. Für die Bergung sei schweres Gerät erforderlich. Dafür werde ein Spezialunternehmen gebraucht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Die Ursache für den Vorfall des Fliegers aus Düsseldorf ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchungen übernahm die Ermittlungen. Zum Unfallzeitpunkt habe schlechte Sicht geherrscht. Außerdem sei die Landebahn nass gewesen, hieß es. „Wir sind froh, dass es nicht schlimmer gekommen ist“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Kloth.

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