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Verwüstet : Äste abgebrochen, Ente getötet: Randale im Friedrichshain

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Wer randalierte im Stadtwald Friedrichshain mit einer Axt und hinterließ dabei eine Spur der Verwüstung? Die Polizei sucht einen oder mehrere Täter, die sogar einer Ente den Kopf abschlugen.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2008 | 06:39 Uhr

Westerland | "Da ist irgendeiner mit der Axt durch den Wald getobt."

Vermutlich in der Nacht von Freitag auf Sonnabend haben ein oder mehrere bisher unbekannte Täter im Friedrichshain randaliert: Bäumen wurden massive Löcher in die Rinden gehackt, Äste abgebrochen, Neuanpflanzungen abgeknickt, die Sitzflächen von einigen Bänken am Teich mit einem scharfen Gegenstand aus ihren Halterungen geschlagen, Hydrantenschilder umgerissen und die Schnitzereien an in dem Wald aufgestellten Merkpfählen gezielt zerstört.
Jemand hat eine Ente geköpft

"Wir mussten in der Vergangenheit zwar immer mal wieder einzelne Dinge reparieren, aber so eine Verwüstung hat es noch nie gegeben", ärgert sich Stefanie Schultz vom Umweltamt der Stadt. Gemeinsam mit Pressesprecherin Gabriele Gotthardt beschreibt sie außerdem ein besonders abscheuliches Bild, dass sich in dem Wäldchen bot: "Jemand hat eine Ente geköpft und den Kopf des armen Tieres an einen Baum genagelt."

Die Zerstörungen und auch der Diebstahl eines von Hand gefertigen Xylophons, das an der Waldhütte stand, wurden der Polizei gemeldet. Kindergarten-Kinder hatten gestern den Wald erfolglos nach dem Instrument abgesucht: Dass das gute Stück unwiederbringlich weg zu sein scheint, sei "einfach nur bedauerlich." "Es war", so Schultz, "ein richtiges Kunstwerk und niemand kann sagen, wie viele Stunden Arbeit in seinen Bau investiert wurden."
Die Höhe des Schadens kann nicht beziffert werden

Das gelte beispielsweise auch für die mit Schnitzereien verzierten Merkpfähle: "Auf ihnen waren verschiedene Symbole wie Augen angebracht, die dazu aufforderten, an bestimmten Stellen des Waldes genau hinzusehen oder hinzuhören und die Mitarbeiter des Bauhofs haben viel Zeit investiert, um die an den entsprechenden Orten aufzustellen beziehungsweise einzugraben."Die Höhe des entstandenen Schadens zu beziffern, sei auch deshalb kaum möglich.

Die Polizei ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wer sachdienliche Angaben machen kann, melde sich bitte unter Telefon 04651 - 7047-0.

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